Vorsicht, Hundehaufen!
Ein stinkendes Problem
Nicht nur in Großstädten wie Berlin gibt es ein stinkendes Problem - in einen Hundehaufen zu treten ist nicht gerade angenehm. Deshalb: Die Hinterlassenschaften des Vierbeiners immer gleich entsorgen!
Ein massenhaftes Problem
Rund 50 Tonnen Kot produzieren die ca. 150.000 in Berlin lebenden Hunde – und das täglich. Das ist in etwa das Gegengewicht von 50 ausgewachsenen Elefantenbullen. Eine unvorstellbare Menge, der die Stadtwerke allein nicht Herr werden können. Zwar sind die Hundehalter dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihres Hundes zu entfernen – ansonsten drohen 35 Euro Bußgeld –, aber viele halten sich nicht daran, wie Ursula Bauer vom Deutschen Tierhilfswerk in Berlin weiß: „Leider lassen Hundebesitzer häufig den Kot ihrer Hunde in dem Glauben liegen, die gezahlte Hundesteuer wäre gleichzeitig eine Art Entsorgungsgebühr.“
Hundekot kann krank machen
Dieser Irrtum stinkt nicht nur zum Himmel, sondern kann unter Umständen auch krank machen. Denn Hundekot auf Spielplätzen gefährdet die Gesundheit der Kinder durch Viren, Würmer und Bakterien. Das Infektionsrisiko ist zwar geringer, wenn der Hund regelmäßig entwurmt und statt mit Frischfleisch mit Fertigfutter gefüttert wird – aber unhygienisch sind die Häufchen trotzdem.
Ideen gegen das stinkende Problem
In Berlin versucht das Projektbüro „Stadt und Hund“ mit so genannten „Hundetoiletten“ gegenzusteuern. Kostenlose Spender mit Hundekotbeuteln hängen an strategisch wichtigen Stellen wie Liegewiesen und Parkeingängen aus. 350 davon gibt es schon in Berlin. Noch zu wenig für etwa 150.000 Hauptstadthunde.
In Dresden wurde bereits ein anderer Ansatz diskutiert: Ein Kommunalpolitiker wollte alle 12.000 Hunde der Stadt in einer Gendatenbank erfassen, um so potentielle Kotsünder zu überführen. Auch das Hundekotmobil, das z. B. in Berlin und in Mainz seine Runden fährt, ist eine gute Idee: Das „Huko“ saugt wie ein überdimensionierter Staubsauger den Kot einfach ein.
Selbstverantwortung ist selbstverständlich!
Die eigentliche Lösung des Dilemmas sollte allerdings in den Köpfen der Hundebesitzer stattfinden. Denn Hygiene und Rücksichtnahme sind eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Deshalb: Beim Gassigehen immer einen Kot-Beutel mitnehmen, eine normale Plastiktüte tut es übrigens auch.
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