Mein Hund geht in den Hundekindergarten
Spass und Abwechslung in der Hundekita
Ein Hundekindergarten ist ideal für Berufstätige, die ihren Vierbeiner tagsüber gut aufgehoben und beschäftigt wissen wollen. Voraussetzung: Der Hund muss sich in der Gruppe wohlfühlen.
Gemeinsam spielen und toben, Kontakt zu Artgenossen und professionelle Betreuung: Im Hundekindergarten kommt garantiert keine Langeweile auf. Seit ein paar Jahren gibt es zahlreiche solcher Einrichtungen, denn viele berufstätige Hundehalter wünschen sich für ihr Tier ganztägige Betreuung. Die Grenzen zu der klassischen Hundepension sind fließend, in der Hundekita steht jedoch der Spaß im Rudel im Vordergrund. „Wir haben eine große beheizte Halle, vergleichbar mit einem Indoorspielplatz. Hier können die Hunde gemeinsam Ball spielen oder wir beschäftigen sie beispielsweise mit Schnüffel- und Suchaufgaben“, erläutert Martina Schletzbaum, die zusammen mit ihrer Kollegin Susanne Kolewa im Jahr 2006 den ersten Hundekindergarten in Berlin gegründet hat. „Tagesbetreuung für Hunde war damals eine Marktlücke“, erinnert sich die Betreiberin der Hundeinsel Berlin. Bei schönem Wetter dürfen die Vierbeiner im Freien spielen – eine große Gartenfläche mit „Sandkasten“ und ein Pool für heiße Tage bietet viel Abwechslung.
Passt mein Hund in die Gruppe?
Ein Hundekindergarten bietet stundenweise oder auch Ganztagesbetreuung. „Das ist natürlich ideal für Berufstätige“, so Martina Schletzbaum. Aber: Nicht jedem Hund gefällt das Spielen im Rudel. „Wir haben immer ca. zehn bis 20 Hunde hier, da treffen ganz unterschiedliche Rassen und Altersgruppen aufeinander. Doch die Tiere verstehen sich gut.“ Damit das so ist, gibt es in der Hundekita eine Probestunde. Dabei wird der Hund genau beobachtet, denn Aggressionsverhalten muss vorab ausgeschlossen werden. Auch Hunde, die eher zurückhaltend sind, würden sich nicht wohlfühlen. Jeder Hund hat seine Eigenheiten, darüber sollte man das Kita-Personal vorab informieren. Auch klassische Hüte- oder Arbeitshunde wie z. B. Schäferhunde sind eher keine typischen Kita-Hunde, denn sie brauchen sehr viel individuelle Aufmerksamkeit. „Natürlich gibt es Situationen, in denen plötzlich ein einzelner Ball für alle interessant zu sein scheint – aber wir gehen rechtzeitig dazwischen und hatten bisher noch keine ernsten Auseinandersetzungen zu schlichten“, beschreibt Martina Schletzbaum ihre Schützlinge im Hundekindergarten.
Rundum-Betreuung für den ganzen Tag
Versteht sich der Hund mit den anderen Gruppenmitgliedern gut, ist ein Hundekindergarten eine tolle Alternative zu Dogsittern oder Hundepensionen. Das gemeinsame Spielen trainiert das Sozialverhalten und powert die Hunde so richtig aus. Mancher Hundekindergarten bietet sogar einen Hol- und Bringdienst an – so wird das Nebeneinander von Hund und Job zum Kinderspiel.
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