Dicke Hunde: Übergewicht ist gefährlich
Ein schwerwiegendes Problem
Falsche Ernährung und mangelnde Bewegung führen zu Übergewicht, diese einfache Formel gilt auch für Vierbeiner. Wer sein Tier liebt, sollte dies vermeiden. Denn dicke Hunde haben eine geringere Lebensqualität und können sogar richtig krank werden.
Internationale Studien belegen, dass 25 bis 40 Prozent der Hunde zu viel auf den Rippen haben. Tierärztin Cornelia Ewering, die als Ernährungsexpertin den Futtermittelhersteller Mars Petcare berät, geht davon aus, dass in Deutschland mittlerweile jeder dritte Hund übergewichtig ist. Wo liegen die Ursachen und warum sind ein paar Kilos zuviel weit mehr als ein ästhetisches Problem?
So entsteht Übergewicht
Hier ein Leckerchen, dort eine besonders gut gemeinte Portion im Fressnapf und statt draußen zu toben liegt auch so mancher Hund lieber gemütlich auf dem Sofa: Dicke Hunde haben im Prinzip mit den gleichen Verlockungen zu kämpfen wie wir Menschen. Übergewicht entsteht dann, wenn mehr Kalorien aufgenommen werden, als der Hund verbraucht. Wie hoch der Energiebedarf beim einzelnen Tier ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa vom Alter und vom Bewegungspensum. Die Fütterungsempfehlungen der Hersteller bieten eine allgemeine Orientierung. Ist der Hund kastriert oder liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor, liegt der Energiebedarf allerdings deutlich darunter. Übrigens: Auch die Rasse spielt eine Rolle. Golden Retriever und Labrador-Retriever sind für ihren guten Appetit bekannt. Die freundlichen Familienhunde setzen deshalb schnell ein paar Speckröllchen an. Auch die Halter von Beagle und Cockerspaniel sollten das Gewicht ihres Hundes besonders aufmerksam kontrollieren.
Dicke Hunde können krank werden
Ein übergewichtiger Hund ist schneller erschöpft, kurzatmig und wird insgesamt träger. Es macht ihm keinen Spaß mehr, einem Stöckchen hinterherzujagen oder ausgelassen zu spielen. Die Gelenke haben eine schwere Last zu tragen und schmerzen. Auch Diabetes ist eine häufige Folgeerkrankung. Das gesamte Herz-Kreislaufsystem kann aus dem Lot geraten, was im schlimmsten Fall die Lebenserwartung verkürzt. Regelmäßige Gewichtskontrolle ist deshalb ein wichtiger Baustein für ein glückliches und langes Hundeleben.
Übergewicht schrittweise abbauen
Wichtig bei einer Diät ist, kleine Ziele zu setzen. Ein Gewichtsverlust bis maximal 1,5 Prozent pro Woche ist ideal. Der Tierarzt kann entsprechende Diät- und Lightfutter für Hunde empfehlen und einen individuellen Ernährungsplan aufstellen. Wichtig ist außerdem, den Hund körperlich zu fordern. Auch hier gilt: Schrittweise vorgehen! Dicke Hunde sind zu keinen Höchstleistungen fähig, das Tier keinesfalls überfordern. Eine langsame Ausdehnung der täglichen Spaziergänge, gemütliches Hertraben neben dem Fahrrad oder Schwimmen lassen die Pfunde schmelzen.
Nach der Diät: Schlank bleiben
Ist das mit dem Tierarzt besprochene Ziel erreicht, sollte man nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Denn auch bei Hunden gibt es einen Jo-Jo-Effekt: Der Körper hat sich während der Diät an eine verringerte Energiezufuhr gewöhnt und speichert jede zusätzliche Kalorie als Reserve ab. Wird die Ernährung zu schnell auf das normale Maß zurückgesetzt, ist der Hund nach kurzer Zeit eventuell dicker als vor der Diät. Deshalb: Maß halten. Auch Sport und Bewegung helfen dem Hund, seine schlanke Linie zu behalten.
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