Cocker plötzlich gelähmt

Happy End für Pauline

Innerhalb weniger Tage ging es bei Cocker Pauline um Leben und Tod. Eine Einblutung drückte auf die Bandscheiben und verursachte Lähmungen. Eine Not-Operation und 15 Monate intensive Physiotherapie später kann der Cocker wieder nach dem Ball jagen.

Wenn sich Besitzerin Jessi die Bilder von damals ansieht, bekommt sie heute noch eine Gänsehaut. Cocker Spaniel Pauline schaut mit müden Augen in die Kamera, sie sitzt in einem Kinderlaufstall. Das Schlimmste liegt schon hinter ihr, aber es ist noch ein weiter weg bis sie endlich wieder laufen kann.

Den Hund einschläfern kam nicht in Frage
Es fing damit an, dass die 3-Jährige Cocker-Hündin beim Aufstehen vor Schmerz aufjaulte. Sie wirkte apathisch, bewegte sich nur noch vorsichtig. Aus dem wuseligen Cocker war ein Häufchen Elend geworden. Ein Tierarzt untersuchte den Cocker und diagnostizierte ein damals noch unbekanntes Problem an den Bandscheiben. Sein Rat: Den Hund ruhig halten und abwarten. Doch innerhalb von 24 Stunden ging es dann mit der Cocker-Dame bergab: Pauline konnte kaum noch laufen, sich nicht selbst erheben. Wieder schnell zum Tierarzt und der gut gemeinte Ratschlag: „Lassen Sie den Hund einschläfern“. Für Paulines Besitzer, Jessi und Christian kam diese Lösung nicht in Frage.

Eine lange Leidensgeschichte ...
Selbst ohne Hundekrankenversicherung spielten die Kosten für die beiden keine Rolle. „Welche Möglichkeiten haben wir noch?“, hakten sie nach und erhielten die Adresse für einen Tier-MRT. Dort kam Pauline als Notfall sofort in die Röhre. Der Befund: eine massive Einblutung im Rücken, die auf die Bandscheiben und damit indirekt auf das Rückenmark drückt. Wieder zurück in die Tierklinik und ab in den OP. Nach zwei Stunden war die Operation beendet, doch für Jessi und Christian begannen nun zwei Wochen voller Bangen und Warten. Denn um Cocker Pauline zu schonen und nicht weiter aufzuregen, durften sie ihren Schatz nicht besuchen. Und es stand nicht gut um den Cocker. Pauline zeigte keine Reflexe an den Hinterbeinen, konnte weder Urin noch Kot halten – ihr gesamter Hinterleib war gelähmt. Jessi und Christian hatten bis dahin schon viel in Pauline investiert. Sie wussten nicht, dass es Hunde OP-Versicherungen gibt, die genau für solche Notfälle gemacht sind. Allein das MRT kostete die beiden Hundefreunde 480 Euro. Und es sollte noch teurer werden.

… mit Happy-End
Noch während des Klinikaufenthalts begann dann die Tierphysiotherapie für den Cocker: Bewegung auf dem Unterwasser-Laufband, Interferenz-Strom, Massagen. Nach 14 Tagen durfte Pauline dann endlich nach Hause – die physiotherapeuthischen Maßnahmen hatten bis dahin keinen Erfolg. Pauline war gelähmt. „Sie war ein fürchterlicher Anblick“, erinnert sich Jessi. Sie erhielten Pauline in einer Art Tragetasche gepackt, in der die Hinterläufe des Cockers hochgehalten wurden. In den eigenen vier Wänden wartete ein Kinderlaufstall auf den Cocker, damit er sich in einer sicheren Umgebung erholen konnte. Endlich wieder in ihrem Zuhause angelangt, fasste Pauline neuen Lebensmut. Jessi kümmerte sich aufopferungsvoll um den Cocker. Zweimal wöchentlich brachte sie Cocker Pauline zur Tierphysiotherapie – und Pauline kämpfte. Woche für Woche gelangte ein wenig ihrer früheren Vitalität zurück. Nach zwölf Monaten Tierphysiotherapie und ungezählten Stunden, in denen Jessi den Cocker massierte und Reflextraining durchführte, lernte die Cocker-Hündin wieder aufzustehen und zu laufen.

Tierkrankenversicherung schützt vor hohen Behandlungskosten
Die Tierphysiotherapie konnte auf einen Besuch in der Woche reduziert werden – und nach 15 Monaten, vielen Stunden auf dem Unterwasser-Laufband, rennt Pauline wieder den Bällen hinterher. „Hätten wir gewusst, dass es eine Tierkrankenversicherung gibt“, sagt Jessi, „hätten wir mindestens 6.000 Euro gespart.“ Allein der Klinikaufenthalt kostete sie 2.100 Euro, dazu kamen die Kosten für die Tierphysiotherapie, die mit rund 3.000 Euro zu Buche schlagen, und Kosten für Medikamente, spezielles Futter und Vorsorgebehandlungen. Das Geld ist ihnen die Behandlung des Cockers auf jeden Fall wert gewesen. Ihren Hund wieder laufen zu sehen, so wuselig und fröhlich wie früher, entschädigt sie für alle gezahlten Summen. Doch beim nächsten Hund wollen sie schlauer sein und sich gleich um eine Hundekrankenversicherung kümmern.

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