Durchfall beim Hund

Hilfe bei Verdauungsstörungen

Durchfall beim Hund kann eine Reaktion auf bakterielle Erkrankungen oder falsches Futter sein. Im Video zeigt „Doc & Co.“-Expertin und Tierärztin Dr. Jeanette Koepsel, wie man Blähungen und Durchfall behandelt.

Wie erkenne ich Durchfall?
Unter Durchfall versteht man Kot, der von der Konsistenz dünn bis flüssig sein kann und häufiger als sonst in großen Mengen ausgeschieden wird. Akuter Durchfall beim Hund ist nur von kurzer Dauer, das heißt höchstens 48 Stunden, während ein chronischer Durchfall bis zu zehn Tagen anhält. Ziehen Sie jedoch einen Tierarzt zu Rat, wenn die Durchfallerkrankung mehr als zwei Tage besteht.

Welche Symptome zeigt mein Hund?
Das Absetzen großer Mengen an flüssigem Kot in kürzester Zeit ist das auffälligste Merkmal der Erkrankung. Dazu können ein stark übelriechender Kot und ein schmerzhafter Stuhldrang kommen. Zudem ist eine Austrocknung oder Auszehrung durch den Verlust von Nährstoffen und Wasser möglich.

Ursachen für Durchfall beim Hund
Auslöser für Durchfall können Bakterien, Pilze, Viren oder Darmparasiten sein. Aber auch gestresste oder sensible Hunde neigen zu Durchfallerkrankungen. Bei Welpen ist oft eine plötzliche Umstellung des Futters für Durchfall verantwortlich. Verdorbene Nahrungsmittel sowie das Füttern von Tischabfällen können weitere Ursachen sein.

Tipps zur Selbsthilfe
„Doc & Co.“-Expertin Petra Clausius hat noch einen Geheimtipp: Sie schwört bei Durchfall auf eine Morosche Karottensuppe.


Zutaten für die Morosche Karottensuppe:

  • 500 g Karotten
  • 1 Teelöffel Salz

  • 1 l Wasser (ggf. etwas mehr zum Auffüllen)
  • evtl. 1 Hähnchenschenkel


Zubereitung
Die geschälten Karotten etwa ein bis anderthalb Stunden kochen, durch ein Sieb drücken oder im Mixer pürieren. Das Püree wieder auf einen Liter Wasser auffüllen und einen knapp gestrichenen Teelöffel Salz hinzufügen.

Anwendung
Nach dem Abkühlen mehrmals täglich in kleinen Mengen anbieten. Zur Verfeinerung kann ein Hähnchenschenkel ohne Haut mitgekocht, aber nicht mit der Suppe gefüttert werden.

Wirkungsweise
Durch das lange Kochen der Möhren werden bestimmte Wirkstoffe, so genannte Oligogalakturonsäuren, freigesetzt. Diese verhindern, dass sich Bakterien im Darm festsetzen, Giftstoffe absondern und dadurch Durchfall hervorrufen. Durch diesen Mechanismus kommt es meist innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder zu festem Kotabsatz. Ab diesem Zeitpunkt kann mit Schonkost, wie gekochtem Huhn (ohne Haut) oder Reis in kleinen Portionen begonnen werden.

Zusatztipp
Unterstützend bei allen Durchfallerkrankungen kann Heilerde (ultrafein) mehrmals täglich gefüttert werden (Dosierung je nach Größe des Tieres: eine Messerspitze bis ein halber Teelöffel).

Quelle: Alle Angaben stammen aus der Tier Naturheilkunde Praxis

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