Chippen und Impfen beim Hund
Kleiner Eingriff, große Wirkung
Sicher durchs Leben: Chippen und Impfen schützen den Vierbeiner. TIER.Tv zeigt, warum diese Vorsorgemaßnamen so wichtig sind.
Chippen: Keiner geht verloren
Ein Chip, so klein wie ein Reiskorn, ist der „Personalausweis“ für Tiere, denn er enthält eine weltweit einmalig vergebene Identitätsnummer. Der Mikrochip wird am Hals des Tieres unter die Haut eingesetzt. Dieser Vorgang ist für den Hund schmerzfrei. Vom Chip geht auch keine Strahlung oder ähnliches aus, da der Chip überhaupt nur arbeitet, sobald er abgerufen wird – also sobald ein Lesegerät davor gehalten wird. Doch dieser kleine Eingriff kann im Notfall wirklich helfen: Falls das Tier entläuft, können Tierheime und andere Einrichtungen schnell den Halter ausfindig machen.
Impfschutz: Kleiner Piecks mit großer Wirkung
Ein gutes Immunsystem, Hygiene, gute Ernährung und die richtige Haltung können Hunde vor vielen, aber nicht vor allen Krankheiten bewahren. Umso wichtiger ist es, das Immunsystem zusätzlich durch spezielle Schutzimpfungen zu stärken. So kann schon ein kleiner Piecks große Wirkung beweisen und dem Tier helfen, fit und gesund zu bleiben.
Der ideale Impfschutz beginnt mit der Grundimmunisierung im Welpenalter und wird durch regelmäßige Auffrischung aufrecht erhalten. Mittels Injektion, Schluckimpfung oder Inhalation wird der Organismus des Tieres kontrolliert mit den Krankheitserregern in Kontakt gebracht. Das ermöglicht eine frühzeitige Bildung von Antikörpern und bereitet das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vor. Im Ernstfall ist der Organismus dann in der Lage schneller und effektiver auf die Erreger zu reagieren und den Verlauf der Infektion abzuschwächen oder sogar zu verhindern.
Nach der Grundimmunisierung sollte die Impfung in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. So wird gewährleistet, dass das Tier dauerhaft geschützt ist. Wer unsicher ist und nicht weiß, ob eine Auffrischung nötig ist, kann den Immunstatus durch einen Bluttest bestimmen lassen. So erfolgen Impfungen nur nach Bedarf und das Tier wird keinem zusätzlichen Stress ausgesetzt.
Vorsorge und Solidarität: Immunität für alle
Tierärzte empfehlen, Tiere gegen Krankheiten wie Staupe, Ansteckende Leberentzündung (HCC), Parvovirose und Leptospirose impfen zu lassen. Einzig bei Tollwut besteht eine Impfpflicht. Ob eine Impfung gegen andere Infektionskrankheiten sinnvoll ist, ist abhängig von den Lebensumständen des Tieres und der aktueller Seuchenlage. Denn wenn es um übertragbare Krankheitserreger geht, sind nicht nur einzelne Tiere betroffen. Verzichten zu viele Halter auf wichtige Schutzimpfungen, besteht die Gefahr einer Seuche, die eine gesamte Population gefährden kann. Auch der Halter selbst setzt sich einem Risiko aus, da einige Krankheiten auf den Menschen übertragbar sind. Deshalb: Impfen lassen!
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