Impfen bei Hunden

Impfen oder nicht, das ist hier die Frage

 Impfen oder nicht, das ist hier die Frage © iStock

Impfen ist ein aktiver Beitrag für die Tiergesundheit. Doch lediglich die Hälfte aller deutschen Hunde verfügt über einen ausreichenden Impfschutz gegen zum Teil tödlich verlaufende Infektionskrankheiten. TIER.TV erklärt, warum das Impfen bei Hunden so wichtig ist.

Viele Hundehalter sind durch Aussagen wie „Impfen ist überhaupt nicht notwendig“ oder „ Impfungen haben viel zu gefährliche Nebenwirkungen“ verunsichert und lassen demnach ihre Hunde immer seltener impfen. Eine gefährliche Entwicklung, denn in jeder Tierpopulation müssen mindestens 70 Prozent der Tiere geimpft sein, damit sich ansteckende Infektionskrankheiten nicht zu einer Epidemie ausweiten können.

Schutz vor gefährlichen Viruserkrankungen
Ohne ausreichenden Impfschutz läuft der Hund Gefahr, sich mit einer der zahlreichen Infektionskrankheiten zu infizieren. Aber nicht nur der eigene Hund riskiert eine mögliche Erkrankung, auch die Gesundheit anderer Hunde wird gefährdet, wenn sich Infektionserreger ungehindert verbreiten können. Verbesserte Impfstoffe helfen, die Abwehrkräfte der Vierbeiner zu stärken und möglichen Seuchen entgegen zu wirken. Auch garantieren neue Präparate eine gute Verträglichkeit der Impfstoffe, so dass Nebenwirkungen nur in äußerst wenigen Fällen auftreten. Weiterhin ist das Auftreten von Impfschäden deutlich niedriger als alle Risiken, Nebenwirkungen und Schäden, die durch die Erkrankungen selbst entstehen können. In Rücksprache mit dem Tierarzt ermöglicht eine Kombination von Impfstoffen mit längerer und kürzerer Schutzdauer genau den Schutz, den Hunde benötigen. Nicht zu viel, und – das ist das Wichtigste – auch nicht zu wenig.

Gesundheitsvorsorge als Garantie für ein langes Hundeleben
Allgemein gilt: Schutzimpfungen können nur erfolgreich sein, wenn die Mehrheit der Hundebesitzer ihre Hunde jährlich zur Untersuchung bringen. Denn rechtzeitige Vorsorge erspart später aufwendige Behandlungen. Je nach individuellen Lebensumständen des Tieres und der aktuellen Seuchenlage empfiehlt der Tierarzt zusätzlich Impfungen gegen andere Infektionskrankheiten wie z.B. Borreliose, Pilzinfektionen und Hepatitis contagiosa canis oder auch Wiederholungsimpfungen, die einen ausreichenden Impfschutz garantieren. Zudem sollten Halter bedenken, dass es beim jährlichen Tierarztbesuch nicht nur allein um das Impfen geht. Der Besuch ist auch eine Gelegenheit, den allgemeinen Gesundheitszustand des Vierbeiners zu überprüfen und mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Unnötige Kosten und vor allem Schmerzen und Leiden können so vermieden werden.

Ähnliche Artikel  »

So kriegen Sie Ihr Tier wurmfrei

So kriegen Sie Ihr Tier wurmfrei

Richtig Entwurmen

Regelmäßig Entwurmen oder lieber per Kotuntersuchung klären, ob das Tier überhaupt Würmer hat? Wie kriegen Tierhalter ihr Tier garantiert wurmfrei? Die unabhängigen Expertenorganisation ESCCAP gibt Antworten. … »

Vorsorge für den Notfall

Vorsorge für den Notfall

Was tun bei Giftködern?

Der Hund hat einen Giftköder gefressen. Was ist jetzt zu tun? Welche Vorsorgemaßnahmen können Hundehalter treffen? … »

Eicheln, Kastanien und ihre Tücken

Eicheln, Kastanien und ihre Tücken

Hund frisst Eicheln

Ein Hund frisst Eicheln. Die kleinen runden Früchte sind auch einfach zu verlockend und prima zum Hinterherjagen und zum Zerbeißen. Doch Vorsicht: Eicheln können für Hunde gefährlich werden. … »

Tödliche Leckerchen

Tödliche Leckerchen

App "Giftköder-Radar"

Die neue App „Giftköder-Radar“ warnt Hundebesitzer vor tödlichen Köderfallen. … »

Giftköder-Warnung fürs Handy

Giftköder-Warnung fürs Handy

Schutz vor Giftködern

Die Giftköder-Warnung fürs Handy. Sascha Schoppengerd entwickelte die App "Giftköder-Radar". Hundehalter sind begeistert von dem mobilen Service. … »