Impfen beim Hund

Kleiner Pieks mit großer Wirkung

Kleiner Pieks mit großer Wirkung © Fotolia, Monika Wisniewska

Impfen ist ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsvorsorge des Hundes. Hohe Impfraten schützen den Vierbeiner und beugen der Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten vor. Doch warum ist das Impfen beim Hund wichtig? Und was passiert eigentlich bei einer Immunisierung?

Warum impfen?
Impfungen schützen vor gefährlichen Krankheiten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Tiergesundheit. Genau wie beim Menschen gilt die Immunisierung auch bei den Vierbeinern als zuverlässiger Schutz gegen gefährliche Infektionskrankheiten. Zudem kann eine Immunisierung die Milderung des Krankheitsverlaufes sowie eine Minimierung von Spätschäden und Behandlungskosten bewirken. Wenn sich möglichst viele Hundehalter beteiligen und Ihre Tiere impfen, sorgt eine Immunisierung auch dafür, dass sich bestimmte Krankheiten nicht mehr verbreiten können. Einzelne Krankheitserreger werden so erst regional und schließlich weltweit ausgerottet. Nicht nur die Vierbeiner profitieren von der Immunisierung, auch für die Menschen wird das Risiko der Ansteckung deutlich verringert. Derzeit beträgt die Impfrate für Hunde in Deutschland lediglich 20 Prozent. Ein effektiver Schutz vor gefährlichen Epidemien kann daraus nicht resultieren. Eine sich zunehmende Impfmüdigkeit könnte letzendlich zum erneuten Ausbruch von zurückgedrängten Erkrankungen wie Tollwut oder Staupe führen.

Was passiert beim Impfen?
Beim Impfen nutzt der Körper des Hundes seine eigene Abwehrstrategie: Mittels Injektion, Inhalation oder Schluckimpfung werden die Vierbeiner kontrolliert mit Krankheitserregern in Kontakt gebracht. Dies ermöglicht die Bildung von körpereigenen Abwehrstoffen – so genannten Antikörpern –, die den Ausbruch einer Krankheit verhindern oder den Verlauf zumindest abschwächen. Bei der Impfung unterscheidet man zwischen einer passiven und einer aktiven Immunisierung.

Bei der so genannten aktiven Immunisierung reagiert das Immunsystem des Tieres auf abgetötete beziehungsweise stark abgeschwächte Krankheitserreger oder deren Bestandteile im Impfstoff. Diese lösen zwar keine Erkrankung, regen aber die Bildung von schützenden Antikörpern gegen die im Impfstoff enthaltenen Erreger an. Diese Antikörper werden dann gespeichert und schützen zu einem späteren Zeitpunkt vor der Infektion mit bestimmten Krankheitserregern.

Bei der passiven Immunisierung hingegen enthält der zugeführte Impfstoff bereits Antikörper gegen bestimmte Krankheitserreger. Diese Antikörper werden meist künstlich im Labor hergestellt, können aber auch von anderen Tieren stammen. Die wohl bekannteste Form der passiven Immunisierung ist die Verabreichung von Antikörpern an Welpen über die Muttermilch. Da die neugeborenen Hunde noch kein ausgeprägtes Immunsystem haben, sind sie während der Säugezeit vor Viruserkrankungen geschützt.

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