Schnupfen bei Hunden

Tierische Triefnasen

Tierische Triefnasen

Laufende Nase, Niesen, gereizte Schleimhäute: Auch Hunde können sich einen Schnupfen einfangen. Oftmals stecken sich Hund und Halter sogar gegenseitig an! Tipps gegen Schnupfen bei Hunden.

Eine Erkältung erkennen
Schnupfen bei Hunden äußert sich durch: niesen, häufiges Wischen an der Nase mit den Pfoten, Reiben der Nase an Gegenständen, rasselnder Atem und Nasenausfluss. Weitere Anzeichen für eine Erkältung sind gerötete Schleimhäute, reduzierter Appetit und Schlappheit.

 Auch etwas Fieber kann dazukommen, deshalb sicherheitshalber die Temperatur messen. Die normale Körpertemperatur liegt bei erwachsenen Hunden bei 38 Grad Celcius, bei Welpen sind 38,5 Grad Celcius normal. Bei erhöhter Temperatur und starken Krankheitszeichen den Tierarzt aufsuchen!

Triefnasen behandeln
Ein einfacher Schnupfen bei Hunden klingt – wie beim Menschen – nach einigen Tagen von selbst ab. Damit sich das Tier besser fühlt, den Nasenausfluss regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen und die empfindliche Haut mit etwas Vaseline eincremen. 

Linderung bei einer verstopften Nasenhöhle verschafft ein Dampfbad. Dafür einen Kamillenaufguss aufsetzen und den Topf etwa zehn Minuten lang unter die Hundenase halten. Danach gut eincremen, sonst wird die Haut rissig und empfindlich.

 Sobald der Schleim jedoch eitrig (gelbe bis grünliche Färbung) und dickflüssiger wird, sollte man zum Tierarzt gehen.

Ganz viel Ruhe und Wärme
Gönnen Sie Ihrem Hund ein paar Tage Ruhe. Unternehmen Sie nur kleine Spaziergänge mit dem Patienten, um frische Luft zu schnappen. Reiben Sie den Hund anschließend gut ab, damit das Fell schneller trocknet. Wärme ist für den kränkelnden Hund jetzt überaus wichtig. Eine Rotlichtlampe kann zum Beispiel für zehn Minuten eingesetzt werden. Lassen Sie den Hund jedoch nicht alleine, da ein Sicherheitsabstand von einem halben Meter zum Gerät eingehalten werden sollte. Neben Wärme benötigt der Hund für eine schnelle Genesung vor allem ausreichend Flüssigkeit. Mag er nicht trinken, können Sie mit einem kleinen Trick nachhelfen. Geben Sie beispielsweise ein Leckerlie oder Spielzeug in seine Trinkschale.

Rechtzeitig vorbeugen
Der beste Schutz gegen Krankheiten und zum Aufbau eines intakten Immunsystems besteht in einer guten Ernährung, artgerechter Haltung sowie ausreichend Bewegung. Zudem können eine Extraportion Gemüse, Obst oder eine Vitaminpaste die Abwehrkräfte zusätzlich stärken.

Was Sie vermeiden sollten, wenn Ihr Hund an Schnupfen leidet
Auch wenn die Schnupfennase gerne mit seinen Hundefreunden spielen möchte, ist der enge Kontakt mit Artgenossen zu vermeiden. Die Ansteckungsgefahr ist enorm hoch. Auf keinen Fall sollten Sie Ihrem Hund Medikamente geben, ohne den Tierarzt zu Rate gezogen zu haben. Medizin, die für den Menschen entwickelt wurde, ist für den Hund nicht geeignet.

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