Katzen erziehen
Für ein harmonisches Miteinander
Katzen haben ihren eigenen Kopf und sind längst nicht so folgsam wie Hunde. Doch mit ein wenig Geduld lassen sich auch Katzen erziehen.
Spielen Sie mit Ihrer Katze
Im Spiel kommen sich Mensch und Katze näher. Voraussetzung für eine gute Kommunikation ist deshalb, dass man sich immer wieder Zeit für die Mieze nimmt, sie fordert und sie unterhält. Dazu ist übrigens kein teures Spielzeug nötig. Zum Herumtollen reichen eine Schnur, ein Papierknäuel oder ein paar Zweige.
Bringen Sie Geduld mit
Katzen haben einen starken Freiheitsdrang. Die Erziehung einer Katze ist deshalb ein Entwicklungsprozess, der einen langen Atem erfordert. Die Stubentiger unterwerfen sich nicht gerne, haben aber einen Schwachpunkt: Sie sind „bestechlich“. Leckerbissen und Extrastreicheleinheiten sind daher „sanfte Druckmittel“, um die Katze zum gewünschten Verhalten zu bewegen.
Verbote festlegen
Bevor es mit der Erziehung losgehen kann, sollten sich alle Familienmitglieder klare Regeln überlegen: Darf die Katze auf Tische springen? Darf sie aufs Bett? Darf sie auf die Arbeitsfläche in der Küche? Wo soll sie schlafen? Sobald die Katze dann ein unerwünschtes Verhalten zeigt, laut und deutlich „Nein!“ sagen und das Tier z. B. vom Esstisch herunternehmen. Nur Konsequenz führt zum Erfolg – man sollte dem Tier nicht erlauben, sich einmal mit ins Bett zu legen und dies am nächsten Tag wieder verbieten. Oder – ein anderes Beispiel – darf sich die Katze nur auf einer Decke auf die Couch legen, sollte sie sofort in ihre Schranken verwiesen werden, wenn sie das Tuch verlässt. Irgendwann wird sie verstehen, dass sie nur auf ihrem Platz liegen darf.
Ein Kratzbaum schont Möbel und Tapete
Etwas, was auf jeden Fall verboten werden sollte, ist das Kratzen an Möbeln, dem Teppich oder an Wänden. Als Kratzmöglichkeit bietet sich ein Kratzbaum in der Wohnung an. Jetzt ist wieder Konsequenz gefragt: Sobald sich die Katze z. B. an der Tapete zu schaffen macht, das Tier wegnehmen und zum Kratzbaum tragen. Dabei kann man die Pfoten sanft am Kratzbaum auf und abführen und dabei loben. So lernt das Tier, welches Verhalten erwünscht ist. Diese Prozedur muss man solange wiederholen, bis die Regel gelernt wurde.
Belohnen und Bestrafen
Grundsätzlich gilt bei der Erziehung immer: Erwünschtes Verhalten sollte belohnt werden. Kleine Leckerein gibt man am besten sofort. Bricht die Katze dagegen eine Regel, muss man ihr dies deutlich zeigen. Körperliche Bestrafung ist dabei tabu! Ein lautes Geräusch (z. B. Händeklatschen) oder ein paar Spritzer Wasser sind dagegen erlaubt. Wichtig ist, das Tier direkt während der unerwünschten Handlung zu bestrafen. Wartet man zu lange, kann die Katze keinen Zusammenhang mehr zwischen ihrem Verhalten und der Strafe herstellen.
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