Die Sieben Leben einer Katze
Überlebenskünstler auf vier Pfoten
Katzen gelten als Überlebenskünstler – eine alte Volksweisheit sagt ihnen sogar mehrere Leben nach. Doch woher kommt das Sprichwort um die sieben Leben einer Katze eigentlich und was hat es mit der Realität zu tun?
Etwas Zahlenmagie...
Sieben Leben, die Engländer glauben gar, Katzen hätten neun Leben. Hinter diesem bekannten Ausspruch über die Leben der Katze verbirgt sich zum einen etwas Mystik. Denn die Zahl „sieben“ taucht immer wieder im spirituell-religiösen Zusammenhang auf: die sieben Sakramente der Katholischen Kirche, sieben Tugenden, sieben Todsünden und die Erschaffung der Welt in sieben Tagen. Die Symbolik der Zahl sieben vereint zudem die christliche Dreifaltigkeit mit den vier Elementen. Auch die Zahl neun gilt als „göttlich“ – die Kelten glaubten, darin stecke die Kraft des ganzen Universums.
...gepaart mit biologischen Fakten
Dass Katzen mehr als ein Leben zugeschrieben wird, kommt nicht von ungefähr. Denn Katzen überleben dank ihrer besonderen Skelettstruktur auch gefährliche Situationen. So verfügen die Samtpfoten beispielsweise über den so genannten Stellreflex – das heißt selbst bei einem Fall aus großer Höhe landet die Katze automatisch auf den Füßen. Außerdem sind Katzen perfekt „gefedert“, ihre Wirbelsäule ist flexibel und ihre Gelenke sind dehnbar. Damit lässt sich die Energie eines Sturzes gut abfangen – Katzen verletzen sich beim Springen so gut wie nie. Diese Beobachtung machten wohl auch die Menschen im Mittelalter, als man noch an Hexen glaubte. Katzen wurden oft von Kirchtürmen geworfen, um sich diesen „Gefährten des Teufels“ zu entledigen. Und was war wohl verwunderlicher, als eine Katze, die diesen Sturz überlebte? Ganz klar: Eine Katze muss mehrere Leben haben.
Robustheit schützt nicht vor Erkrankungen
Natürlich hat eine Katze nur ein Leben. Und das ist kostbar. Katzenbesitzer sollten mit ihrer Mieze deshalb regelmäßig zum Tierarzt gehen und erforderliche Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen durchführen lassen. Ebenfalls wie für Hunde werden übrigens spezielle Tierkrankenversicherungen für Katzen angeboten. Denn bei langwierigen Erkrankungen oder einer erforderlichen Operation können die Tierarzt-Kosten das Haushaltsbudget schnell übersteigen. Wer vorsorgt, kann seiner Samtpfote die beste Behandlung zukommen lassen – denn im Notfall sollte man sich besser nicht auf mittelalterlichen Aberglauben verlassen wenn es um die angeblich sieben Leben der Katze geht.
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