Katzensprache - was Lautäußerungen und Körpersprache bedeuten

Was will mir meine Katze sagen?

Was will mir meine Katze sagen? © Flickr, Padeia

Viele Katzenrassen sind dafür bekannt, dass sie sehr gesprächig sind. Katzen drücken ihre Gefühle mit Hilfe von Lautäußerungen und ihrer Körpersprache aus – auch ihrem Menschen gegenüber. Die wichtigsten Signale der Katzensprache sind hier kurz erklärt.

LAUTSPRACHE

Miau
Hauskatzen ordnen wir Menschen den Laut „Miau“ zu. Interessant dabei ist, dass Katzen diesen Laut nur gegenüber Menschen äußern, in der Kommunikation mit Artgenossen kommt das Miauen nicht vor. Doch was bedeutet es? Ein „Miau“ ist immer eine Handlungsaufforderung. Und je quengeliger es vorgebracht wird, desto dringender das Anliegen. Je nach Situation bringt die Katze damit zum Ausdruck, dass sie Hunger hat, ins Freie möchte oder spielen und schmusen möchte.

Schnurren
Durch das Schnurren zeigen bereits Kitten im alter von vier Tagen an, dass es ihnen gut geht. So weiß die Katzenmutter, was ihre Kleinen gerne mögen. Und auch für die Menschen ist das Schnurren ein Zeichen dafür, dass sich die Katze wohlfühlt. Übrigens: Die wild lebenden Verwandten der Stubentiger, die Großkatzen, können nicht schnurren.

Keckern
Das so genannte „Keckern“ ist kein Laut, der für Menschen bestimmt ist. Es ist vielmehr ein Signal dafür, dass der Jagdtrieb geweckt wurde und die Katze beispielsweise einen Vogel beobachtet. Das Geräusch entsteht durch kurze Auf- und Abbewegungen des Unterkiefers, wobei der Mund kaum geöffnet wird.

Fauchen
Ist die Samtpfote schlecht gelaunt, bringt sie ganz andere Laute hervor. Steht eine Auseinandersetzung bevor, faucht sie ihr gegenüber an und entblößt dabei die Zähne. Der Gegner soll damit in seine Schranken verwiesen werden. Aber auch junge Katzen werden von ihrer Mutter durch Fauchen gemaßregelt.

Knurren
Nicht nur Hunde, auch Katzen können knurren. Steigert sich dieser Drohlaut in ein lautes Grollen, sollte sich das Gegenüber in acht nehmen: Die Katze ist bereit zum Angriff.

Spucken
Während Auseinandersetzungen mit Artgenossen kommt es vor, dass Katzen „spucken“. Dieser blitzschnell durch die Nase ausgestoßene Laut kommt meist so plötzlich, dass der Gegner erschrickt. Die spuckende Katze nutzt diese Zeit, um schnell aus der Gefahrenzone zu verschwinden.

Katergesang
Kommunikation mit der Katze Kater stimmen, um einen Rivalen vor dem Kampf einzuschüchtern, einen lauten Gesang an. Damit zeigen sie, wie kräftig sie sind und machen ihren Anspruch auf ein Revier oder eine Katzendame geltend.

KÖRPERSPRACHE

Schwanz
Der Schwanz ist ein wichtiges Werkzeug für die Katze. Mit ihm hält sie bei waghalsigen Klettereien ihr Gleichgewicht. Aber auch für die Kommunikation wird er eingesetzt. Ein hoch aufgestellter Schwanz steht für gute Laune und Abenteuerlust und wird oft auch zur Begrüßung des Menschen eingesetzt. Läuft die Katze mit aufgestelltem Schwanz vor ihrem Menschen her, will sie etwas zeigen – z. B. ihren leeren Fressnapf. Ein gekrümmter oder geringelter Schwanz bedeutet: Zeit zu spielen!

 Wenn die Katze allerdings ihren Schwanz hin und her bewegt, zeigt das, dass sie angespannt ist. Je schneller das Wedeln, desto konzentrierter ist die Katze. Diese Geste lässt sich oft beobachten, wenn die Katze vorbei fliegende Vögel anvisiert. Schlägt oder Klopft die Katze ihren Schwanz auf den Boden, will sie ihre Ruhe haben. Ein ganz entspannter Schwanz zeigt dagegen, dass auch der Stubentiger herrlich entspannt ist.

Katzenbuckel
Durch Krümmen des Rückens will die Katze an Größe hinzugewinnen. So zeigt sie ihren Artgenossen „Schaut her, ich bin groß, leg' dich nicht mit mir an!“. Zusätzlich stellt sie ihre Haare auf, am Rücken und auch am Schwanz. Aber so ein Buckel hat nicht nur abwehrende Bedeutung: Nach einem ausgiebigen Schläfchen streckt sich die Katze, indem sie ihren Buckel rundet. Springt und buckelt eine Katze durch ihr Revier, ist sie in übermütiger Spiellaune.

Pfoten
Mit ihren weichen Pfoten können Katzen sanfte Berührungen, aber auch ordentliche Kratzer austeilen. Eine hoch erhobene Pfote mit ausgefahrenen Krallen ist eine deutliche Drohung und auch als solche ernst zu nehmen. Ein sanftes Anstupsen hingegen bedeutet meist: „Spiel mit mir!“ oder „Ich will Streicheleinheiten!" Bevor sich Katzen auf ein ruhiges Plätzchen niederlassen, lässt sich oft das so genannte „Treteln“ beobachten. Dies geht auf den Milchtritt der Katzenbabys zurück und ist ein Zeichen dafür, dass sich die Katze wohl und geborgen fühlt.

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