Ernährung von Katzen
Das schmeckt den Stubentigern
Welche Nährstoffe und wie viel Energie eine Katze braucht, hängt ab von Alter, Haltung und Gesundheitszustand. Deshalb sollte jede Mieze ihren individuellen Speiseplan bekommen, in welchem die Ernährung von Katzen den jeweiligen Bedürfnissen angepasst ist.
Ernährungstipps für erwachsene Katzen
Grundsätzlich gilt: Der Energiebedarf einer Katze ist individuell. Freigänger brauchen mehr Futter als Wohnungskatzen, jüngere Samtpfoten benötigen andere Nährstoffe als Senioren. Von Natur aus ist jede Katze ein Fleischfresser. Sie jagt Vögel, Mäuse und andere Nager und kann deshalb Eiweiße und Fette gut verdauen. Schwerer tut sie sich dagegen mit Stärke, das in Getreide und Kartoffeln enthalten ist. Das sollte bei der Fütterung beachtet werden. Auf keinen Fall fehlen dürfen im Katzenfutter außerdem die lebenswichtigen Inhaltsstoffe Taurin und Arginin (Aminosäuren), Arachidonsäure (Fettsäure) und die Vitamine A und Niacin. Hundefutter ist für Katzen nicht geeignet, da es kein Taurin, zu wenig Fettsäuren und Eiweiße, dafür aber zuviel Stärke enthält.
Spezieller Nährstoffbedarf
Um die Bildung von Harnsteinen bei erwachsenen Katzen zu vermeiden, sollte das Futter zwischen dem ersten und zehnten Lebensjahr harnansäuernd sein. Katzen unter einem Jahr sollte dieses Futter nicht gefüttert werden, da es sonst zu Entwicklungsstörungen kommen kann. Nach einer Kastration sollten sowohl männliche als auch weibliche Katzen weniger und vor allem fettärmeres Futter bekommen. Denn durch den Eingriff in den Hormonhaushalt nehmen die Tiere schnell zu, da sie einen geringeren Energieverbrauch, aber trotzdem einen ungebremsten Appetit haben. Um einer lebensbedrohlichen Verfettung der Organe vorzubeugen, sollte deshalb genau darauf geachtet werden, dass die Katze nicht überfüttert wird.
Damit sie groß und stark werden
Junge Katze beim Fressen Bei jungen Katzen ist die Ernährung besonders wichtig, da sie entscheidend für Wachstum und Entwicklung ist. Junge Katzen sollten häufiger am Tag kleinere Mahlzeiten bekommen, da ihr Magen noch keine großen Mengen aufnehmen kann. In den ersten fünf Lebenswochen reicht die Muttermilch aus, danach sollte in Wasser aufgeweichtes Trockenfutter zugefüttert werden. Ab der 12. Woche kann dann pures Trockenfutter gegeben werden. Im Handel sind auch spezielle Produkte erhältlich, die Jungtiere optimal versorgen. Wichtig ist jedoch, die kleinen Tiger nicht zu überfüttern. Denn die dadurch vermehrt gebildeten Fettzellen bleiben das ganze Katzenleben lang erhalten und können zu Übergewicht führen.
Feucht- oder Trockenfutter?
Hochwertiges Trockenfutter hat den Vorteil, dass es lange im Napf liegen kann ohne unappetitlich zu werden oder Katzenfutter-Geruch in der Wohnung zu verbreiten. Gerade für Katzen, die über den Tag verteilt kleinere Mengen fressen, ist Trockenfutter daher gut geeignet. Da es nur ca. 10 Prozent Wasser enthält, reichen 60 g Trockenfutter am Tag für eine normalgewichtige Katze aus. Achtung: Immer für einen gut gefüllten Wassernapf sorgen! Wenn ausschließlich Trockenfutter gegeben wird, kann es zu Blasen- und Nierenleiden kommen. Eine Möglichkeit wäre, morgens Trockenfutter in den Napf zu geben und abends noch eine kleine Portion Nassfutter zu geben. Wer seine Katze ausschließlich mit Dosenfutter füttert, sollte ihr ungefähr 200 g am Tag geben. Das reicht aus, um den Stubentiger zu sättigen. Feuchtfutter enthält ausreichend Wasser und auch alle sonstigen Nährstoffe, um die Katze optimal zu versorgen.
Zur Abwechslung kann auch ab und an etwas Selbstzubereitetes auf dem Speisezettel stehen. Da hier aber kaum alle Nährstoffe zugegeben werden können, sollte Trocken- bzw. Feuchtfutter die Regel sein.
Grünzeug für Katzen
Wildkatzen fressen Gräser und ungiftige Pflanzen, um ihre Verdauung anzukurbeln. Auch Hauskatzen sollten die Möglichkeit haben, sich durch Katzengras das Verdauen der Nahrung und das Erbrechen der Haarballen zu erleichtern. Das handelsübliche Katzengras ist eine grasähnliche Pflanze. Sie hat keine scharfen Blätter und ist im Vergleich zu anderen Gräserarten relativ weich.
Giftige Pflanzen wie zum Beispiel Weihnachtssterne, Efeu, Oleander oder Chrysanthemen sind für Katzen tabu!
Was Katzen sonst noch lieben
Katzen lieben Milch, aber bitte nur laktosefrei! Normale Kuhmilch ist für alle, aber besonders für junge Katzen, sehr schwer verträglich. Eine Alternative ist die laktosefreie Milch aus dem Supermarkt oder aber spezielle Katzenmilch aus der Zoohandlung.
Wer seiner Katze ganz besondere Gaumenfreuden verschaffen möchte, kann dem normalen Futter z. B. ein rohes Ei, etwas Hühnerleber oder auch ein Stück Gurke zugeben. Bon Appétit!
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