Chlamydien bei Katzen: Symptome und Behandlung
Es beginnt mit tränenden Augen, später kommen weitere Symptome hinzu: Chlamydien bei Katzen kann unangenehme Folgen haben. Was steckt hinter der „Papageienkrankheit“ und wie kann man die Katze behandeln?
Chlamydien sind Bakterien ohne eigenen Stoffwechsel und befallen Schleimhäute, meistens die der Atemwege und der Augen. Sie werden durch das Einatmen von Kot übertragen, oftmals Papageien- oder Wellensittichkot. Dabei müssen die Überträger übrigens nicht selbst erkrankt sein.
Woran erkennt man Chlamydien?
Die Krankheit beginnt oft mit einer scheinbar harmlosen Bindehautentzündung am Auge der Katze. Zunächst zeigt sich etwas Ausfluss, später vereitert das Auge und ist rot und geschwollen. Etwa nach einer Woche ist meist auch das andere Auge betroffen. Bei stärkerem Krankheitsverlauf kommt Fieber hinzu, das ist ein Zeichen dafür, dass auch die Atemwege befallen sind. Die Katze hustet, schnupft und das Atmen fällt ihr schwer. Auch Lunge und Bauchfell können sich entzünden.
Was kann ich tun?
Die Krankheit wird häufig mit Katzenschnupfen verwechselt. Diese Verwechslung kann schwerwiegende Folgen haben. Denn wenn nicht rechtzeitig und gezielt behandelt wird, können Chlamydien sogar zum Tod des Tieres führen. Deshalb: Bereits bei den ersten Anzeichen zum Tierarzt gehen! Dieser kann Antibiotika und immunstärkende Mittel verordnen. Die eitrigen Entzündungen werden mit Augen- und Nasensalbe behandelt. Diese Therapie kann bis zu einem halben Jahr dauern, die Krankheit ist sehr langwierig.
Gefahr für den Menschen?
Ein Nichterkennen der Erkrankung oder vorzeitiger Behandlungsabbruch können gefährlich sein, denn Chlamydien sind auf den Menschen übertragbar. Nach einem grippeähnlichen Verlauf kann es auf lange Sicht sogar zu Herzmuskelschädigungen kommen.
Wie kann ich vorbeugen?
Vor allem, wenn im Haushalt auch Vögel gehalten werden, sollte die Katze gegen Chlamydien geimpft werden. Hierzu am besten gleich einen Termin beim Tierarzt vereinbaren!