
Das kroatische Kulturministerium hat den Import von Delfinen für kommerzielle Zwecke, speziell für Delfinarien, verboten. Im Delfinschutz wird die Balkan-Republik zum einsamen Vorreiter.
In vielen anderen europäischen Ländern - einschließlich Deutschland - dürfen Delfine in Gefangenschaft gehalten werden. Anders in Kroatien: Dort dürfen, ja müssen, die sympathischen Säuger in Freiheit leben. Nur wenn es sich um verletzte Tiere handelt, dürfen sie zum Zwecke der Rehabilitation in menschlicher Obhut leben. Danach müssen sie aber wieder ausgewildert werden.
In Europa existieren derzeit etwa 60 Delfinarien. Vor allem in den Urlaubsregionen in Südosteuropa und Spanien werden derzeit neue gebaut. In türkischen Touristenhochburgen entstanden während der letzten Jahre ganze sieben neue Delfin-Parks. Angesichts dieses Booms wirkt der der kroatische Gesetzesvorstoß wie ein politischer Meilenstein.
In Großbritannien sind bereits vor zwanzig Jahren sämtliche 30 Delfinarien auf Druck der Öffentlichkeit geschlossen worden. In Deutschland ist ihre Zahl auf drei - im Allwetterzoo Münster, im Tiergarten Nürnberg und im Zoo Duisburg – zurückgegangen. In der Schweiz findet sich momentan nur noch ein Delfinarium, das Connyland in Lipperswil. Knie's Kinderzoo in Rapperswil hat seine Delfinshows vor einiger Zeit eingestellt und setzt seitdem auf genügsame Seehunde.
Zehn europäische Tierschutzorganisationen fordern jetzt zu Beginn der Ferienzeit das Publikum auf, im Urlaub auf den Besuch von Delfinarien zu verzichten. Cathy Williamson von der Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) gemahnt daran, dass das Publikum sich dessen bewusst sein müsse, "dass sie mit dem Besuch von Delfinarien die Misere der Delfine unmittelbar in Gang halten. Wir empfehlen, Wale und Delfine dort zu beobachten, wo sie hingehören: auf dem Meer, im Rahmen verantwortlich geführter Whale Watching-Touren."
Frei lebende Delfine sind schnelle, ausdauernde Schwimmer, in Gefangenschaft verkümmern sie: "Eingesperrt in Betonbecken sind die bewegungsfreudigen Tiere gezwungen, lebenslang eintönige Kreise zu ziehen. Sie verstummen, weil sie ihr Echolot zwischen den Betonwänden nicht einsetzen können", kritisiert die Pro Wildlife-Sprecherin. Und Sigrid Lüber, Präsidentin der Schweizer Organisation OceanCare, ergänzt: "Delfine sind nicht dazu geboren, für uns Menschen den Clown zu spielen. Jeder, der die bittere Realität hinter dem scheinbaren Lächeln der Delfine erkennt, wird unseren Standpunkt teilen."
Die Mitglieder dieser Europäischen Allianz gegen die Gefangenhaltung von Delfinen hat zudem eine Petition lanciert, die der EU im Februar 2010 übergeben wird. Für diese Petition werden seit Anfang Juli Unterschriften gesammelt.
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Warum muß man mit solch polemischen Sätzen, wie "der Delphin muß nich für den Menschen den Clown spielen" versuchen eine Botschaft zu vermitteln. Ich war im Connyland und habe keinen Delphin mit roter Nase und zu großen Schuhen gesehen. Viel schlimmer ist, dass Haie die ein natürlihes Echolot haben einen Chip (der auch sendet) implantiert bekommen und daher über Jahre ein piepen hören. Aber was angeblich für die Wissenschaft ist, ist okay, oder? Ich glaube viel mehr, dass wenn ein Mensch einen lebenden Delphin sieht, die Schönheit und Anmut des Tieres, wird er auch mehr Umweltbewusstsein entwickeln, denn man erkennt in jedem dieser schönen Tiere die schützenswerte Natur. Zuletzt sollte man nicht vergessen, dass in allen Delphinarien, die Tiere fast den ganzen Tag beschäftigt werden und das ist ein guter Ersatz für kilometerweites Schwimmen, dass nur zur Nahrungsaufnahme dient.
Warum muß man mit solch polemischen Sätzen, wie "der Delphin muß nich für den Menschen den Clown spielen" versuchen eine Botschaft zu vermitteln. Ich war im Connyland und habe keinen Delphin mit roter Nase und zu großen Schuhen gesehen. Viel schlimmer ist, dass Haie die ein natürlihes Echolot haben einen Chip (der auch sendet) implantiert bekommen und daher über Jahre ein piepen hören. Aber was angeblich für die Wissenschaft ist, ist okay, oder? Ich glaube viel mehr, dass wenn ein Mensch einen lebenden Delphin sieht, die Schönheit und Anmut des Tieres, wird er auch mehr Umweltbewusstsein entwickeln, denn man erkennt in jedem dieser schönen Tiere die schützenswerte Natur. Zuletzt sollte man nicht vergessen, dass in allen Delphinarien, die Tiere fast den ganzen Tag beschäftigt werden und das ist ein guter Ersatz für kilometerweites Schwimmen, dass nur zur Nahrungsaufnahme dient.
Delfine sind für Delfinarienbesitzer ein gutes Geschäft: Sie locken Zuschauer an und lassen die Kassen klingeln. Doch hinter den Kulissen der scheinbar spielerischen Darbietung läuft ein unerbittliches, für den Delfin oft tödliches Geschäft ab: Viele Delfine sterben bereits während des Fanges und des Transports. Im chemisch aufbereiteten Wasser der engen, kahlen Becken und dem fehlenden biologischen und sozialen Umfeld leben die Tiere unter Streß und Haftpsychose. Die Sterblichkeit der gefangenen Delfine ist außerordentlich hoch. Die Tiere sterben häufig an Lungenentzündung, Herzversagen, Kreislaufkollaps und Vergiftungen. Die Lebenserwartung ist entsprechend niedriger als in Freiheit. Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h ...
Delfine sind für Delfinarienbesitzer ein gutes Geschäft: Sie locken Zuschauer an und lassen die Kassen klingeln. Doch hinter den Kulissen der scheinbar spielerischen Darbietung läuft ein unerbittliches, für den Delfin oft tödliches Geschäft ab: Viele Delfine sterben bereits während des Fanges und des Transports. Im chemisch aufbereiteten Wasser der engen, kahlen Becken und dem fehlenden biologischen und sozialen Umfeld leben die Tiere unter Streß und Haftpsychose. Die Sterblichkeit der gefangenen Delfine ist außerordentlich hoch. Die Tiere sterben häufig an Lungenentzündung, Herzversagen, Kreislaufkollaps und Vergiftungen. Die Lebenserwartung ist entsprechend niedriger als in Freiheit. Es ist unverantwortlich, diese hochentwickelten Tiere in Gefangenschaft zu halten, weil ihnen selbst die elementarsten Grundbedürfnisse vorenthalten werden: In freier Wildbahn leben Delfine in Gruppen von bis zu 100 Tieren zusammen, erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h ...