
Eine lang anhaltende Dürre bedroht den Nationalvogel Neuseelands. Der Kiwi, ein flugunfähiger Vogel, droht zu verhungern und zu verdursten. Die Böden in der Provinz Northland sind so hart getrocknet, dass die Vögel mit dem Schnabel nicht mehr an die Würmer, Käfer und Larven im Boden gelangen. Vogelschützer Robert Webb ist beunruhigt. Viele der nachtaktiven Tiere kämen vor Hunger auch am Tag heraus und stürben in der sengenden Sonne, berichtete Webb in der Regionalzeitung "Dargaville News". Er selbst habe im vergangenen Monat sieben verhungerte oder verdurstete Kiwis gefunden.
Der Kiwi wird von der IUCN als gefährdet geführt. Da die Kiwis als Nationalvögel Neuseelands einen hohen Bekanntheitsgrad haben, gibt es in jüngerer Zeit verstärkte Bemühungen um ihren Schutz. Vom Streifenkiwi (Apteryx mantelli), der auf der Nordinsel lebt, existieren nur noch rund 25.000 Tiere. Er wird daher als gefährdet eingestuft. Die Population des Okarito-Kiwis Apteryx rowi besteht sogar nur noch aus 250 Individuen und ist akut vom Aussterben bedroht.
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