Die richtige Reitschule
In Deutschland gibt es sehr viele Reitschulen, Reitvereine und Pferdeställe: Vom kleinen Ponyhof bis zum noblen Dressurstall. Doch welche Reitschule ist die richtige für euch? Gar nicht so leicht, sich da zurechtzufinden.
Seid ihr Anfänger, oder habt ihr schon ein bisschen mehr Erfahrung auf dem Pferderücken? Wollt ihr unbedingt in Isabell Werths Fußstapfen treten oder doch lieber á la Ludger Beerbaum über bunte Stangen im Parcours setzen? Mögt ihr die spritzigen Islandpferde mit dem vierten Gang oder lieber gelassene Westernpferde?
Bevor ihr euch aber an die Auswahl der Reitschule macht, solltet ihr euren Wunsch mit euren Eltern besprechen. Denn es kommen durch die Reitstunden regelmäßige Kosten auf sie zu und das Risiko, dass etwas passiert, ist bei einem Sport mit einem Tier höher als zum Beispiel bei einer Ballsportart. Wenn ihr diese Fragen geklärt habt, könnt ihr euch an die Auswahl des Reitstalls machen.
Wenn ihr euch in der Nähe eures Wohnortes nach Reitmöglichkeiten umschaut, gibt es ein paar Dinge, die ihr dabei immer beachten solltet:
Der Reitlehrer: Für den Reitunterricht sollte jemand mit einer qualifizierten Ausbildung verantwortlich sein. Das kann ein Berufsreiter sein (zum Beispiel ein Pferdewirt) oder ein Amateurausbilder, diese heißen dann Trainer C, B oder A - je nach Ausbildungsstand.
Die Pferde und Ponys: Sie sollten gut ausgebildet sein und artgerecht gehalten werden. Wenn sie in großen luftigen und hellen Boxen, mit täglichem Weide- oder Paddockgang und Kontakt zu Artgenossen leben, glänzendes Fell, einen guten Futterzustand und keine Scheuerstellen im Fell haben, sind dies Zeichen für eine gute Haltung.
Solltet ihr in mehrere dieser Punkte nicht feststellen können, so schaut euch lieber nach einer anderen Reitschule um. Denn je weniger Menschen schlechte und unqualifizierte Reitanlagen besuchen, desto weniger unzufriedene Schulpferde wird es in Zukunft geben.
Sehr hilfreich ist es, eine Probereitstunde mit dem Reitlehrer zu vereinbaren, dann könnt ihr den Unterricht unverbindlich testen und schauen, ob ihr euch wohl fühlt.
Die richtige Reitkleidung
Hierfür müsst ihr euch noch keine komplette Reitaurüstung zulegen, zweckmäßig sollte eure Kleidung aber sein: zieht am besten Leggings an, oder Hosen ohne dicke Nähte, Jeans sind also sehr ungünstig. Festes Schuhwerk ist wichtig, denn ein Pferd kann sich schon mal ausversehen auf euren Fuß stellen! Am geeignetsten sind Gummistiefel, denn die Schuhe müssen unbedingt über den Knöchel reichen und einen kleinen Absatz haben, damit ihr nicht mit dem Fuss durch den Steigbügel rutscht. Zieht also keine Turnschuhe an!
Ganz wichtig ist natürlich die Kopfbedeckung, denn "auch die besten Reiter fallen mal vom Pferd!". Fragt in der Reitschule nach, ob ihr euch eine Reitkappe ausleihen könnt, sonst müsst ihr auf einen Fahrradhelm zurückgreifen, der jedoch nicht so sicher ist wie ein richtiger Reithelm.
Und dann kanns los gehen, rauf aufs Pferd und: "Abteilung Schritt Marsch!"
Wichtig ist vorallem, dass ihr euch in der Reitschule sicher und gut betreut fühlt, dass ihr anfangs nicht alleine gelassen werdet und dass die Ponys und Pferde freundlich und geduldig sind, weil sie gut versorgt werden und deshalb zufrieden und gesund sind.
Mehr Informationen zu diesem Thema findest du bei der FN unter www.pferd-aktuell.de





