Gestriegelt und gebürstet
Schubbern und wälzen sind die liebsten Arten eines Pferdes sich zu säubern. Was gibt es da Schöneres als sich nach einem langen Tag auf der Koppel mal so richtig im Sand zu suhlen? Für das Pferd ist das Freude pur - für den Pfleger bedeutet das allerdings viel Arbeit.
Möge das Putzen beginnen
Zum Auftakt des Putz-Marathons solltest du das Pferd aus der Box zu holen und draußen gut anbinden. Dabei solltest du unbedingt darauf achten, dass das Pferd in einer Notsituation schnell wieder befreit werden kann.
Ist das erledigt wird fleißig gestriegelt, um Staub und Dreck zu entfernen. Mit kreisenden Bewegungen wird das Fell mit dem Striegel aufgeraut um auch stark verschmutzte Stellen zu säubern. So arbeitest du dich am besten vom Hals bis zum Hinterteil des Pferdes vor.
Die meisten Pferde genießen die Striegelei, da sie einer angenehmen Massage gleicht. Wenn du also merkst, dass es deinem Tier gefällt, kannst du es ruhig etwas länger verwöhnen.
Die Bauchunterseite sollte nur ganz vorsichtig gestriegelt werden, weil die Haut dort sehr dünn und empfindlich ist. Alle knochigen Körperstellen, wie Kopf und Beine sollten beim striegeln gänzlich ausgelassen werden. Dafür ist der Striegel einfach zu hart und du könntest dem Pferd damit wehtun. Nimm für Beine lieber eine Wurzelbürste. Die ist nicht so hart wie der Striegel aber trotzdem gut geeignet auch groben Dreck zu beseitigen.
Ist das Pferd gut durchgestriegelt geht es mit der Kardätsche weiter. Die Kardätsche ist eine große weiche Bürste, mit der du das Pferd nun von Kopf bis Fuß durchbürsten kannst. Gebürstet wird dabei immer in Wuchsrichtung des Fells und mit langen ruhigen Strichen. So beseitigst du den zuvor aufgerauten Staub. Nach ein, zwei Strichen solltest du die Kardätsche immer am Striegel, der in der anderen Hand gehalten wird, abstreifen um sie zu säubern. Wenn dann der Striegel voll Dreck und Staub ist, wird er einfach auf dem Boden ausgeklopft.
Was beim Putzen oft vergessen wird
Einmal am Tag solltest du auch Augen, Nüstern und die Maulspalte deines Tieres mit einem feuchten Schwamm und lauwarmen Wasser säubern. Mit einem zweiten Schwamm putzt du dem Pferd After und Schweifrübe. Pass auf, dass du die beiden Schwämme nicht verwechselst!
Wichtig!
Das Pferd sollte nur dann geputzt werden, wenn es trocken ist, weil sonst der Dreck und Staub nur noch tiefer in das Fell hinein gerieben wird.
Nach der Arbeit sofort ins Vergnügen
Hast du dein Pferd ordentlich gestriegelt und gebürstet, die Mähne verlesen und die Hufe ausgekratzt, hast du dir einen Ausritt redlich verdient. Sauber und gepflegt reitet es sich eben doch viel schöner.





