Heidschnucke
Gut zu wissen: Genau genommen gibt es nicht die eine Heidschnucke, sondern drei Rassen: die Graue Gehörnte Heidschnucke, die Weiße Gehörnte Heidschnucke und die Weiße Hornlose Heidschnucke. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Landschafrassen sind. Die Lämmer der Grauen Gehörnten Heidschnucke werden zumeist schwarz geboren und hellen erst im Laufe der ersten Monate auf. Nach der ersten Schur zeigen sie ihre typische Farbe. Traditionell tummeln sie sich in der Lüneburger Heide, dort werden sie als Nutztiere eingesetzt (Fell und Fleisch) oder zur Landschaftspflege, da sie die Heide kurz halten. Die Hörner der Mutterschafe sind sichelförmig nach hinten gebogen, die der Böcke gleichen Schnecken. Ihre Haltung wird von der Europäischen Union subventioniert. Die Heidschnucken sind als robuste Gesellen bei jedem Wetter unterwegs – die gefettete Oberwolle sorgt dafür, dass die Unterwolle und damit die Haut der Tiere nicht nass wird.
Das besondere: Als einzige Rasse der domestizierten Schafe lassen sich Heidschnucken mit den Mufflons kreuzen – schließlich stammen die Heidschnucken auch von diesem Wildschaf ab.
Das gehört dazu: Schäfer, die in der Lüneburger Heide unterwegs sind.
Tips: Jedes Jahr findet Anfang Juli in Müden in der Nähe von Celle der Heidschnuckentag statt. Dort werden die besten Tiere vorgestellt und prämiert. Außerdem können bei einer Auktion Böcke ersteigert werden.
Patronat: keine Information
FCI-Klassifikation:
Alternativnamen: Heideschafe des Nordens
Widerrist: 50.0 - 60.0 cm
Charakter: genügsam, gesellig, lebhaft
Eignung: Landschaftspflege, Nutztier
Farbe: grau, grauweiß, schwarze Beine, silbergrau
Gewicht: 45.0 bis 45.0 kg
Lebenserwartung: 12 Jahre
Nicht zu verwechseln mit: keine Information
Erziehungsaufwand: -
Familientauglichkeit: -
Pflegeintensität: -
Größenklasse: -
Bewegungsintensität: -