Hundewelpen kaufen: Unseriöser Handel mit Billig-Welpen

Hände weg von Wühltischwelpen!

Der unseriöse Handel mit Billig-Welpen blüht. Wer Hundewelpen kaufen möchte, sollte wissen, dass es gesunde Hunde nicht zum Schleuderpreis gibt!

„Welpen verschiedener Rassen günstig abzugeben“ – bei Annoncen wie dieser sollte man hellhörig werden. Im Internet oder auf Straßenmärkten nahe der Grenze werden junge Rassehunde zu Dumping-Preisen angeboten, ein junger Labrador für 200 Euro ist bei solchen Geschäften keine Seltenheit. Doch was auf den ersten Blick nach einmaligem Schnäppchen aussieht, erweist sich meist bereits nach kurzer Zeit als bitterer Trugschluss.

Ware „Hund“ – zu welchem Preis?
„Diese ‚Geiz-ist-geil-Mentalität’ ist beim Welpenkauf absolut fehl am Platze“, warnt Birgitt Thiesmann von der Tierschutzstiftung Vier Pfoten. „Denn die Welpen stammen in der Regel aus Massentierhaltung.“ Die Muttertiere werden unter schlechtesten Bedingungen dazu gebracht, möglichst viel Nachwuchs zu produzieren. Tierschutz? Fehlanzeige! Den skrupellosen Händlern geht es allein um den Profit. In Osteuropa hat sich daraus ein ganzer Schwarzmarkt entwickelt. Die Welpen werden viel zu jung von der Mutter getrennt und in Transportern nach Deutschland gekarrt. Denn die Nachfrage nach Rassehunden ist enorm. Dass sich die fliegenden Händler in einer rechtlichen Grauzone bewegen, scheint die Käufer nicht zu stören. Doch die Freude am neu erworbenen Hund währt in der Regel nicht lange.

Wühltischwelpen: Die Rechnung geht nicht auf!
Die Welpen, die über Internetbörsen, an Tankstellen oder auf Wochenmärkten angeboten werden, sind krank. Da sie ohne Familienanschluss herangezüchtet und viel zu jung abgegeben werden, verpassen die Hunde wichtige Entwicklungs- und Lernphasen. Die Folge: Verhaltensauffälligkeiten von Aggression bis hin zu extremer Scheu und Angst sind vorprogrammiert. Zum anderen sind die Tiere in einem schlechten Gesundheitszustand. Was tun mit einem verhaltensgestörten, gesundheitlich angeschlagenen Tier? Viele dieser Hunde landen früher oder später im Tierheim – die Endstation eines traurigen Schicksals.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot
Tierschutzorganisationen kämpfen schon lange gegen unseriöse Welpendealer und setzen sich beispielsweise für eine EU-weite Registrierung und Chip-Pflicht ein, um den illegalen Handel zu unterbinden. Doch letztlich bestimmt die Nachfrage das Angebot. Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) hat deshalb einen einfachen Ratschlag: Finger weg! Denn mit jedem Kauf eines Billig-Welpen kurbelt man die Hundemafia weiter an.

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