Futter für Wintervögel

Speiseplan mit Qualitätsnachweis

 Speiseplan mit Qualitätsnachweis © billgraf - flickr

Wintervögel richtig füttern will gelernt sein. Viele Menschen wollen den hiergebliebenen Vögeln etwas Gutes tun und stellen Futterhäuschen auf. Doch welches Futter für Wintervögel ist am besten? Und wie bietet man den Vögeln das Futter an?

Futter für Wintervögel: Futter ist nicht gleich Futter
Während sich die Insektenfresser unter den heimischen Vögeln längst auf den Weg in den warmen Süden gemacht haben, sind die auf Körner, Kerne und Sämereien spezialisierten Vertreter im Norden geblieben. Ins Futterhäuschen gehören deshalb Körner und an hoch gelegene Zweige im Garten Meisenknödel. Aber: „Besonderes Augenmerk sollte auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden“, betont Jens Scharon, Artenschutzreferent beim NABU Berlin (Naturschutzbund Berlin e.V.). „Leider enthalten die billigen Futtermischungen oft Samen der Allergie auslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen.“ Beim Kauf von Futter für Wintervögel sollte daher darauf geachtet werden, was auf der Packung steht.

Futter für Wintervögel richtig servieren
Futter für Wintervögel Hat man erst einmal das richtige Futter gefunden, sollte man es den Vögeln in einem so genannten Futtersilo anbieten. In einem solchen Silo ist das Futter für Wintervögel vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt und außerdem wird, im Gegensatz zu den offenen Futterhäuschen, die Verunreinigung durch Vogelkot und somit die Übertragung von Krankheitserregern verhindert.

Und wer sind die Gäste?
An den Futterhäusern finden sich durchschnittlich zehn bis 15 Vogelarten ein, vor allem Meisen, Grünfink, Rotkehlchen und Amseln. Mit etwas Glück kommen auch Buchfink, Gimpel und die beiden Sperlingsarten, Haus- und Feldsperling, dazu. Diese Arten haben meist stabile Bestände und sind in der Regel nicht gefährdet, während die bedrohten Vogelarten hingegen nur selten erreicht werden. „Voraussetzung für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt sind daher vor allem naturnahe Lebensräume mit Brutmöglichkeiten, natürlichen Nahrungsquellen und Verstecken“, erläutert Jens Scharon. Im Garten und in Parkanlagen sollten daher Hecken und Gebüsche heimischer Sträucher angelegt und erhalten werden, wie beispielsweise Weißdorn, Roter Hartriegel oder Schneeball. Darin finden die Vögel zum einen Unterschlupf und Schutz vor Räubern, zum anderen bieten sie ab dem Herbst ein reichhaltiges Angebot an Beerennahrung.

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