Lebenszyklus von Flöhen
Von der Larve zum Floh
Flöhe sind eine richtige Plage. Denn die kleinen Parasiten vermehren sich recht schnell. Zur Fortpflanzung und zum Überleben brauchen die blutsaugenden Schmarotzer allerdings immer einen Wirt. Doch wie funktioniert der Lebenszyklus von Flöhen genau?
a) Flöhe sind 1-6 mm lange, seitlich abgeplattete, flügellose Insekten. Sie besitzen kräftige Hintergliedmaßen, die ihnen ein Springen ermöglichen, und Mundwerkzeuge, mit denen sie die Haut durchdringen und Blut saugen können. Sobald die erwachsenen männlichen und weiblichen Flöhe aus ihrer Puppenhülle geschlüpft sind, beginnen sie mit der Wirtssuche. Ohne einen Wirt können sie nur wenige Tage überleben. Nach der ersten Blutmahlzeit müssen sie zum Überleben täglich weiter Blut saugen. In der Regel bleiben sie ein Leben lang auf dem gleichen Wirt. Als maximale Lebenszeit wurden 160 Tage ermittelt, doch die meisten Flöhe leben nicht mehr als 1-3 Wochen, da sie vom Wirtstier bei der Fellpflege eliminiert werden.
b) Eibildung und -ablage finden bei Flöhen auf dem Wirtstier statt. Ein weiblicher Floh legt durchschnittlich 20 (maximal 40-50) Eier pro tag. Sind männliche und weibliche Flöhe auf dem Wirt vorhanden, kommt es sehr schnell zur Fortpflanzung und Eiablage (48 Stunden nach dem Befall). Die perlenartigen, weißen Eier (0,5 mm Länge) fallen vom Wirtstier in die Umgebung. Bei idealen Bedingungen schlüpfen die Larven bereits nach wenigen Tagen.
c) Die Larven ernähren sich von Hautschuppen und von Flohkot und entwickeln sich über drei Larvenstadien. Die Larven meiden das Licht und befinden sich daher häufig verborgen im Dunklen wie beispielsweise auf dem Teppichgrund.
d) Sind die Larven ausgewachsen, spinnen sie einen Kokon und verpuppen sich. Nach abgeschlossener Entwicklung können die erwachsenen Flöhe die Puppenhülle entweder sofort verlassen oder Monate oder länger darin verbleiben. Bei geeigneten Reizen wie z.B. Berührung/Druck oder Temperaturanstieg kommt es zu einem Schlupf.
© ESCCAP Deutschland
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