Haie sind farbenblind
Scharfe Zähne, schlechte Augen
Haie sind nicht in der Lage, Farben zu unterscheiden. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie australischer Forscher.
Haie farbenblind
Bei der Führerscheinprüfung würden die angsteinflößenden Unterwasserraubtiere glatt durchfallen – denn Haie sind farbenblind. Trotzdem sind sie effiziente Jäger. Ihr evolutionärer Erfolg wird unter anderem ihren beeindruckenden Sinnessystemen zugeschrieben, einschließlich ihres Sehvermögens. Bisher war unklar, ob Haie Farben sehen, obwohl sie gut entwickelte Augen und einen großen sensorischen Gehirnbereich besitzen, der die visuellen Informationen verarbeitet. Doch nun ist es raus: Haie sind farbenblind!
Sehsinn: Stäbchen und Zapfen
Auf der Netzhaut gibt es zwei Hauptarten von Fotorezeptoren. Stäbchenzellen sind sehr lichtempfindlich und ermöglichen Nachtsichtigkeit. Zapfenzellen reagieren ebenfalls auf Licht, sind aber weniger lichtempfindlich. Augen mit unterschiedlichen Spektraltypen von Zapfenzellen können zwischen unterschiedlichen Farben unterscheiden, Stäbchenzellen dagegen nicht.
Folgerung: Mehr Schutz von Haien und Menschen
Wissenschaftler von der University of Western Australia und der University of Queensland in Australien konnten im Rahmen einer Untersuchung nun zeigen, dass Haiaugen nur einen einzigen Zapfenzellentyp für langwelliges Licht auf der Netzhaut besitzen. Die Forscher folgerten daraus, dass die Haie sind farbenblind . Und was bringt diese Erkenntnis? Die neuen Forschungsergebnisse über die Sehweise von Haien könnten dazu beitragen, Angriffe auf Menschen zu verhindern und die Entwicklung von Fanggeräten zu unterstützen, die den Hai-Beifang in der Langleinenfischerei zu reduzieren, so die Wissenschaftler. Denn Langleinenfischereiköder oder Badebekleidung und Surfbretter, die für Haie einen geringeren sichtbaren Kontrast besitzen, würden von den Tieren einfach nicht so gut erkannt werden.
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