Welches Tierspielzeug ist das richtige?
Nicht jedes Spielzeug ist zu empfehlen
Hund, Katze, Hamster - Tiere brauchen Beschäftigung und freuen sich über Spielzeug. Doch beim Kauf sollte man nicht gemäß dem Grundsatz „bunt, dekorativ und pflegeleicht“ entscheiden, rät der Deutsche Tierschutzbund. Denn bestimmtes Tierspielzeug kann für Haustiere unter Umständen schädlich sein oder sogar gefährlich werden.
Hamster tummeln sich gerne in bunten Röhren, für Hunde sind Tischtennisbälle eine preiswerte und gute Wahl. So denken Viele, die Vierbeiner oder deren Halter beschenken möchten. Doch weit gefehlt! Viel Spielzeug, das im Handel angeboten wird, ist nicht unbedingt auch gut für das Tier. Lange schon setzt sich der Deutsche Tierschutzbund dafür ein, dass solch gefährliches Spielzeug vom Markt genommen wird.
Diese Spielzeuge sind schädlich
Wer schenken will, sollte sich also vorher informieren. Der Deutsche Tierschutzbund gibt Empfehlungen, worauf man beim Kauf von Tierspielzeugen achten sollte:
Katzen:
- Bei Spielzeug aus Fell oder Hartplastik besteht Verletzungsgefahr durch Draht-, Glas-, Metall- oder Kunststoffteile
- An Spielzeugen, die aufgehängt werden, können Katzen hängen bleiben und sich verheddern. Diese nur unter Aufsicht verwenden.
- Verschlucktes Nähgarn führt zu Verletzungen im Darm.
- Kleine Bälle aus Alufolie, Schaumstoff oder Styropor können verschluckt werden.
Empfehlenswert für Katzen sind Golfbälle, Squashbälle, aufziehbares Kinderspielzeug aus Metall und Vollgummispielzeug.
Hunde:
- Zu kleines Spielzeug (Bälle oder Wurfspielzeug) kann verschluckt werden.
- Einige Materialien (z. B. Vinyl = PVC) kann zu Vergiftung führen oder zu Verletzungen beim Zerbeißen oder beim Verschlucken (im Darm).
- Tennisbälle werden gerne zerkaut, die rauhe Oberfläche wirkt dabei wie Schmirgelpapier auf die Zähne.
Empfehlenswert für Hunde sind Vollgummiprodukte oder dicke, geflochtene Seilstücke. Hier sollte man jedoch unbedingt auf die für den Hund passende Größe achten.
Hamster: - Viele Hamsterspielzeuge enthalten Weichmacher, verschluckte Kunststoffteile können im Magen zu Verletzungen fürhen. - So genannte „Hamsterkugeln“ sind gefährlich! Aus ihnen können sich die Tiere nicht befreien und sie können auch Geschwindigkeit und Richtung der rollenden Kugel nicht steuern. Für die Nager ist das purer Stress, die Verletzungsgefahr ist groß, es droht außerdem Gefahr durch Ersticken! - Auch aus „Hamsterautos“, die sich bewegen, sobald der Hamster im Laufrad läuft, können gefährlich werden. Knochenbrüche können die Folge sein, da sich der Hamster nicht selbst befreien kann.
Empfehlenswert für Hamster sind Spielzeuge und Höhlen aus natürlichen Materialien, wie Holz, Ton oder Kork.
Wer diese Tipps beachtet, kann beim Schenken eigentlich nichts verkehrt machen. Wer noch mehr Informationen möchte, kann diese beim Deutschen Tierschutzbund finden.
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