Michael Bolte

Michael-Bolte-Schilf

Michael Bolte und Easymann

Wie bei so vielen meiner Kollegen, begann die Liebe zum Hund auch bei mir schon als Kind. Als ich quasi als Baby in unsere Familie kam, lebte dort schon unser Collie. Ich kann mich noch heute erinnern, dass ich jedesmal „stolz wie Oskar“ war, wenn meine Mutter mich mit ihm vom Kindergarten abholte. Immerhin gehörte damals – vor über 40 Jahren – ein Hund nicht zum allgemeinen Stadt- bzw. Dorfbild. Und dann auch noch Lassie als Kumpel zu haben: da fühlte ich mich schon besonders. 

Natürlich folgten diesem ersten Hund viele, viele wunderbare Hunde verschiedenster Rassen mit denen ich mehr oder weniger zusammenlebte. Rex, Cin, Susi, Arco, Cando, Atilla, Josch, Leyla, Lino, Franky, Othello, Easymann – Jetzt seien sie mal namentlich gewürdigt :-) – Sie waren oder sind:  Collies, Schäferhunde, Herdenschutzhunde, Jagdhunde und Mischlinge.

Irgendwann – ich lebte da schon in Düsseldorf – entschloss ich mich, obwohl ich schon eine Menge Erziehungs-Erfahrung mit Hunden hatte, eine Hundeschule zu besuchen. Meine Erwartungen waren hoch – die Enttäuschung groß. Für mich war das nichts. Alles was ich gezeigt bekam, kannte und konnte ich schon als Kind. Und die großen Geheimnisse über den Hund, von denen ich erwartete, dass sie mir offenbart wurden, gab es offensichtlich nicht. Das was stattfand, war eben nur eine andere Form des klassischem Hundesportvereins mit Sitz, Platz, Fuß – nur das es eben dann wohl Hundeschule hieß. Ich hab mir das eben anders vorgestellt. Ich weiß es nicht genau, aber gut möglich, dass damals der Keim für die Idee, selbst Hundetrainer zu werden, gelegt worden ist.

Direkt im Anschluss, ließ ich mich dann von Sheila Harper aus Rugley, England und ihrem Team zum „International-pet-dog-trainer“ ausbilden. Diese Ausbildung fußte u.a. auf der Arbeit von Turid Rugaas und zielte vor allem auf das Analysieren, Erkennen und Behandeln von Verhaltensproblemen beim Hund, also: Aggression, Angst, etc. etc.

Natürlich folgten weitere fachliche Weiterbildungen. Aber richtungsweisend für meine heutige Arbeit, war die Beobachtung, dass bei der Arbeit mit Hunden allzu oft die tatsächlichen Bedürfnisse der Hundebesitzer nicht berücksichtigt wurden. Bei den Zielen wurde über jeden Hund und jeden Besitzer quasi der gleiche Hut gestülpt. Was für den einen gut und richtig sein kann, ist für den anderen aber eben genau das Falsche. Ich selbst lebte mit meinem Hund in der Großstadt Düsseldorf. Ich wusste aus eigener Erfahrung, dass die Ziele für einen solchen Hund und seinen Besitzer oft andere sind als z.B. für einen Hund auf dem Land. Von unterschiedlichsten Rassen und mannigfaltigen Lebensführungen der Besitzer mal ganz abgesehen. Deshalb war für mich von Anfang an klar: Individualität und Alltagsorientierung müssen elementare Basis meines Konzeptes sein.

Und genau so arbeite ich jetzt schon vom ersten Tag meines Daseins als Hundetrainer.
Ich muss zugeben, dass es nicht immer leicht war. Gerade zu Beginn hat es viel Kraft und manchmal auch Verzweiflung gekostet, sich immer wieder gegen das gängige Massen-Wissen zu stemmen. Sie können sich vorstellen wie man vor 10 Jahren belächelt wurde, wenn man erklärte, dass man keinen Leinenruck oder Stachelhalsband zur Erziehung braucht; dass das Alpha-Konzept von der Biologie und Zoologie längst wiederlegt ist und man als umsichtiger, vernunftbegabter Besitzer sehr viel besser fährt als mit ständiger Kontrolle und „Kleinhalten“. Was die Leute von mir dachten, dass mein Hund aufs Sofa darf und auch mal im Bett schläft muss ich Euch nicht sagen. Aber eine meiner Eigenschaften war schon immer, mich nicht zu verbiegen. Deshalb habe ich gegen alle Widerstände mein Konzept durchgezogen. Die Zeit und der Erfolg gaben mir Recht. Im Laufe der vielen Jahre entstand so meine eigene Art und Weise mit Euch, den Besitzern, und den Hunden zu arbeiten. Man kann es nicht jedem Recht machen.

Aber ich hoffe trotzdem, dass ich mit meiner Arbeit genug Menschen eine Hilfe oder auch nur Ideengeber bin, um das Leben mit und für den Hund glücklich zu machen.

Kontakt zu Michael Bolte:

Telefon: +49 152 34167087
info@bolte-hundetrainer.de

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