Hundesicheres Grillen

hundesicheres-grillvergnuegen

Hundesicheres Grillvergnügen © iStockphoto

 

Sommer, Sonne, Grillsaison! Die Steaks sind gekauft, die Kühlbox ist gepackt. Selbstverständlich will auch der Hund beim Grillen dabei sein. Aber Vorsicht: Bei leckerem Geruch von Fleisch und Grillwürsten vergisst selbst der artigste Vierbeiner seine gute Erziehung.

Wenn es ums Fressen geht neigen Hunde schnell dazu, genau das zu tun, was sie eigentlich nicht dürfen: Sie mopsen gerne etwas Essbares, das nicht für sie gedacht ist. Daher sollten Hundehalter einige Dinge beachten, damit das Grillen für alle zum stressfreien und sicheren Vergnügen wird.

Schnauze weg von Grillresten!

Auch wenn’s schwerfällt den bettelnden Augen und dem treuherzigen Blick zu widerstehen: Hunde sollten auf keinen Fall Grillfleisch und Knochenreste zu fressen bekommen! Denn Grillfleisch ist meist mariniert und stark gewürzt und ist für die empfindlichen Hundemägen schwer bekömmlich. Ebenfalls abzusehen ist vom Verfüttern von Grillresten mit Knochenanteilen – dies gilt nicht nur für leicht zerbrechliche Hühnerknochen! Denn Knochensplitter können Darmwände durchbohren, wodurch Futterpartikel in die Bauchhöhle gelangen. Schwere Entzündungen mit lebensgefährlichen Komplikationen können im schlimmsten Fall die Folgen sein.

Kein rohes Fleisch!

Schnauze weg vom Grill!

Bitte auch kein rohes Fleisch an den Hund verfüttern! Besonders rohes Schweinefleisch gilt als Überträger der Aujezkysche Krankheit. Die Krankheit mit tollwutähnlichen Symptomen ist für Menschen zwar ungefährlich, bei Hunden jedoch kann der Verlauf tödlich enden. Also unbedingt aufpassen, dass der Vierbeiner kein Grillfleisch in einem unbeobachteten Augenblick vom Grill zieht und frisst. Denn auch halbgares Fleisch kann gefährlich werden!

Vorsicht vor heißen Kohlen!

Beim unbeobachteten Herumstöbern in Mülleimern oder -tüten kann der Hund auch auf heiße Kohle stoßen. Dies kann zu Verbrennungen an Pfoten und Schnauze führen. Auch Reste von Grillanzündern können böse Verätzungen bei den Vierbeinern hervorrufen. Deshalb Grillreste hundesicher entsorgen: Gebrauchte Kohle an einem sicheren Ort abkühlen lassen und dann am besten in Mülleimern mit Schraubverschluss entsorgen.

Hundesicheres Grillvergnügen

Aber wie wird die Grillsaison für Zwei- und Vierbeiner zum unvergesslichen Sommererlebnis? Und was können Hundebesitzer tun, damit der Hund nicht ständig um den Grill und die Kühlbox schleicht? Hier einige Hinweise für ein unbeschwertes Grillvergnügen:

Vor dem Grillen füttern

 

1. Vorher füttern und viel Wasser bereitstellen

Am besten den Hund zu Hause füttern, so dass der Vierbeiner schon vor der Grillparty satt ist. Fällt das Grillen in die Fütterungszeit des Tieres, einfach die übliche Futterration und den Napf mitnehmen. Von Leckerlis zwischendurch ist abzusehen – zu viele Hundekekse machen dick. Bitte auch reichlich frisches Wasser zum Trinken bereitstellen!

2. Fleisch außer Reichweite aufbewahren und entsorgen

Vorsorge ist immer gut: Am besten das Fleisch möglichst außerhalb der Reichweite des Vierbeiners lagern. Nicht verwendetes Fleisch und Würste wieder zurück in die Kühlbox legen, die mit einem Reißverschluss „hundesicher“ verschlossen werden kann. Auch sollte man stets ein Auge auf den gefräßiger Vierbeiner haben – besonders in öffentlichen Grünanlagen kann er sich leicht bei anderen Parkbesuchern oder an Mülleimern „bedienen“.

3. Bello an die Leine nehmen

Auch wenn der Hund im öffentlichen Park oder im Garten frei herumlaufen darf, vorsichtshalber eine Leine mitnehmen. Besonders bei sehr umtriebigen Vierbeinern empfiehlt es sich, diese in einiger Entfernung vom Grill anzuleinen und somit gar nicht erst in Versuchung führen. Unbedingt beachten: Den angeleinten Hund nicht in der prallen Sonne oder im direkten Grillrauch sitzen lassen!

 

4. Für genügend Auslauf und Ablenkung sorgen

Die Vierbeiner freuen sich immer, wenn sie mit ihren Besitzern Gassi gehen können. Warum also nicht vor und nach dem Grillen einen ausgiebigen Spaziergang machen? Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, dass der Hund während des Grillens von einem Familienmitglied oder Freund betreut wird – auf diese Weise ist der Vierbeiner beschäftigt und von der leckeren Wurst auf dem Grill abgelenkt! Oder aber der Hund beschäftigt sich selbst mit seinem mitgebrachten Lieblingsspielzeug.

5. Vom Grill stibitzt – was ist zu tun?

Hat der kleine Racker doch ein Stück mariniertes Fleisch vom Grill stibitzt, rohes Fleisch verzehrt oder einen Knochenrest verputzt, den Hund ganz genau beobachten. Zeigt der Hund Symptome von Übelkeit oder Schmerzen, am besten schnell zum Tierarzt fahren. In der Tierarztpraxis kann der Vierbeiner auch noch zwei Stunden nach dem Fressen mit einer Spritze zum Erbrechen gebracht werden.

TIER.TV


Alle ArtikelAlle Artikel von