Mit Hundeortungsgeräten den Vierbeiner im Visier

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Wohl jeder Hundebesitzer oder Hundeführer kennt die Situation, wenn der Vierbeiner eine Witterung aufgenommen hat und aus dem Sichtfeld verschwunden ist. Hiervon können Hundebesitzer betroffen sein, deren Hunde starken Jagdtrieb haben oder auch Hundeführer, die einen Jagd- oder Spürhund führen und in unwegsamen Gelände nicht so schnell hinterher kommen. In diesen Fällen kommen Hundeortungsgeräte wie diese hier zum Einsatz, um die Spur der Hunde zu verfolgen und die Vierbeiner wieder aufzuspüren.

Jagdhunde werden in sechs Kategorien eingeteilt: Vorstehhunde, Stöberhunde, Schweißhunde, Erdhunde, Jagende Hunde und Apportierhunde. Die Unterscheidung der Hunde erfolgt durch genetisch veranlagte und anerzogene Eigenschaften. Wenn die Hunde geplant und gezielt alleine jagen, dienen Hundeortungsgeräte zur gezielten Fährtenverfolgung. So kann der Weg oder Standort per GPS genau durchgegeben werden.

 

Vorstehhunde

Diese Hunde zeichnen sich dadurch aus, daß sie bei der Jagd die Beute durch sogenanntes Vorstehen anzeigen. Dabei verharren sie lautlos mitten in der Bewegung. Typische deutsche Vorstehhunde sind Deutsch Drahthaar, Kurzhaar und Stichelhaar, aber auch Münsterländer, Weimaraner und Setter.

Stöberhunde

In unübersichtlichem Gelände wie Dickicht oder Schilf finden diese Hunde das Wild und schlagen ein besonders helles Gebell an begleitet von Heul- und Jaulgeräuschen. Die Stöberhunde, wie Deutsche Wachtelhunde oder Cocker Spaniel treibe das aufgescheuchte Wild auf den Jäger zu und apportieren auch leichtgewichtiges geschossenes Wild. 

Schweißhunde

Diese Hunde zeichnen sich durch ihren besonders guten Geruchssinn und Finderwillen aus und dienen dazu, verletztes und blutendes Wild aufzustöbern. Diese Hunde können Fährten noch am Folgetag aufnehmen auch wenn das Wild sich noch einige Kilometer weit geschleppt hat. Für diese Nachjagd sind Hannoversche Schweißhunde und Bayerische Gebirgsschweißhunde besonders geeignet.

Erdhunde

Diese Hunde werden auch Bauhunde genannt, weil sie Jagd machen auf Wild aus klassischen Bauten, wie Fuchs, Dachs und Kaninchen. Entsprechend sind sie kleiner, wie Dackel oder Terrier. Bekannte deutsche Erdhunde sind Foxterrier, Jack Russel oder deutsche Jagdterrier.

 

Jagende Hunde

Auch Bracken genannt, sind diese Hunde besonders führig und gehorsam und sehr gute Suchhunde. Haben sie das Wild aufgespürt, verfolgen sie es laut bellend, bis der Jäger es erlegt hat. In Deutschland sind die Deutsche Bracke und die Westfälische Dachsbracke bekannt.

Apportierhunde

Diese sind Jagdhunde, die erlegtes Wild aufstöbern und zum Jäger zurückbringen. Diese Hunde sind intelligent und zuverlässig und scheuen auch das Wasser nicht. So ist es nicht verwunderlich daß alle Retrieverarten in diese Kategorie fallen.

Nicht nur bei Jagdhunden sind Hundeortungsgeräte sehr effektiv, auch bei den Rettungshunden in Lawinen- und Krisengebieten sind diese Geräte lebensnotwendig.  

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