Wie schwitzen Tiere?

Tierische Temperaturregelung

© iStock. Jillian Pond

Bei steigenden Temperaturen, Aufregung oder körperlicher Anstrengung beginnen wir zu schwitzen. Was uns manchmal lästig erscheint, erfüllt jedoch eine wichtige biologische Funktion: Unser Körper schützt sich durch Transpiration vor Überhitzung. Doch wie machen das unsere vierbeinigen Freunde? Schwitzen Hund, Katze & Co. eigentlich auch?

Hunde: Hecheln statt schwitzen

Hunde haben nur wenig Schweißdrüsen an den Ballen und unter ihren Pfoten und kühlen sich deshalb über ihre Zunge ab: Wenn es den Tieren zu heiß wird, beginnen sie zu hecheln. Die Atemfrequenz kann dabei bis auf das zehnfache des Normalen ansteigen. Dadurch wird das zirkulierende Blut abgekühlt und Wärme abgegeben. Da auf diesem Weg auch viel Feuchtigkeit verdunstet, ist es wichtig, dass der Hund viel trinkt. Ein Napf mit frischen Wasser, bei trink-unfreudigen Hunden gerne mit einem Schuss Buttermilch oder Brühe versehen, sollte immer bereit stehen.

Katzen: Fell ablecken sorgt für Kühlung

Miezen haben lediglich an Zehen und Ballen, am Kinnwinkel und rund um Zitzen und After Schweißdrüsen. Wird es den Samtpfoten zu warm, lecken sie ihr Fell ab. Der verdunstende Speichel sorgt für angenehme Abkühlung. Bei hochsommerlichen Temperaturen öffnen Katzen außerdem ihren Mund und hecheln. Wie bei Hunden wird dadurch Feuchtigkeit verdunstet. Katzen sollten im Sommer immer Zugang zu frischem Wasser haben und sich in kühleren Räumen in der Wohnung aufhalten können.

Pferde: Der ganze Körper schwitzt

An heißen Tagen oder nach dem Ausritt sollte man Pferde mit Stroh abreiben, das genießen die Vierbeiner. Denn anders als Hunde oder Katzen schwitzen die anmutigen Tiere am ganzen Körper. So schützt sich der Organismus vor Überhitzung. Auch Pferde sollten sich im Sommer jederzeit an ein schattiges Plätzchen zurückziehen können.

Vögel: Plustern gegen die Sommerhitze

Vögel machen sich hohe Temperaturen durch ein Aufplustern ihres Gefieders erträglich. Dadurch staut sich nicht so viel Wärme unter den Federn und der Wind kommt besser an die Haut. Reicht das nicht aus, beginnen Vögel zu hecheln. Bademöglichkeiten zur Erfrischung werden gerne angenommen.

Kaninchen: Ohren als Temperaturregler

Kaninchen haben keine Schweißdrüsen und schützen sich über ihre Ohren vor Überhitzung: Ihre Löffel sind bei Hitze stärker durchblutet und geben Körperwärme ab. Als Höhlenbewohner schätzen die Nager kühle Rückzugsmöglichkeiten, wo sie in Ruhe Siesta halten können.

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