Naturheilmittel Calendula

Hilfe bei kleinen Wunden und Verletzungen

Hilfe bei kleinen Wunden und Verletzungen

Tierhomoeopathie: Calendula, die Ringelblume, ist ein Mittel, das in keiner Unfallapotheke fehlen sollte. Es ist nicht nur in seiner potenzierten Form als Globuli sehr hilfreich, sondern als Urtinktur oder Essenz das wichtigste Wundpflegemittel jeder naturheilkundlichen Hausapotheke.

Calendula officinalis, wie der botanische Name der Ringelblume lautet, hat eine lange Tradition als Heilpflanze. Sie eignet sich hervorragend für die Wundversorgung – auch für Haustiere.

Calendula gegen Katzenkratzer

Calendula nimmt Wunden das Brennen und den Juckreiz. Sie desinfiziert und fördert die Heilung. Sehr nützlich ist die pure Calendulaessenz für Katzenhalter, die beim Spielen eventuell doch den ein oder anderen Kratzer abbekommen. Besonders ganz junge Katzen hinterlassen sehr deutliche Spuren. Diese Kratzer entzünden sich häufig, jucken längere Zeit und hinterlassen manchmal sogar deutliche Narben. Hier helfen ein paar Tropfen unverdünnte Calendulaessenz.

Calendula für die Wundversorgung beim Tier

Auch bei Infektionen der Haut kann Calendula stark lindernd wirken und erspart so manchem Tier den quälenden Plastiktrichter um den Hals. Eine frische Operationswunde macht weniger Beschwerden an den Nahtstellen, wenn beim Verbandswechsel eine sterile Calendulalösung aufgetragen wird. Wichtig ist dabei, dass die Lösung abtrocknet, bevor der neue Verband aufgelegt wird. Es sollte unter dem Verband nicht feucht bleiben.

Gut mit Calendula zu behandeln sind…

  • Wunden mit zerrissenen Wundrändern, Risswunden und Verletzungen, bei denen die Wundränder keinen Kontakt haben.
  • alte, nicht heilende Wunden.
  • eiternde und entzündete Wunden, um die sich ein roter Hof bildet.
  • stark verschmutzte und schlecht zu reinigende Wunden.
  • großflächige Wunden (Schürfungen).
  • Wunden an schwierigen Stellen, die dauernd bewegt werden, wie z. B. an Beugegelenken, Mundwinkeln, Augenlidern etc. und bei denen deshalb eine verstärkte Narbenbildung zu befürchten ist, die schlimmstenfalls später die Bewegung beeinträchtigt.
  • Wunden, die dauernd strapaziert werden (Sohlen, offene Liegeschwielen).

Calendula-Lösung selbst herstellen

Für die Herstellung einer Calendula-Lösung braucht man Calendula-Tinktur und Kochsalzlösung (im Notfall geht auch abgekochtes Wasser). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Calendula-Lösung zuzubereiten. Entweder die einzelnen „Zutaten“ bereits jeweils fertig in der Apotheke besorgen und dann mischen. Oder selbermachen: Beim Kauf von Calendula-Tinktur sollte man zwischen „Essenz“ und „Urtinktur“ unterscheiden. Die Essenz ist bereits in einem 20prozentigen Verhältnis gemischt, die Urtinktur ist der reine, mit Alkohol versetzte Auszug aus Calendulablüten. Zur Wundversorgung sollte nicht die pure Tinktur verwendet werden, da diese zuviel Alkohol enthält. Die Kochsalzlösung gibt es in der Apotheke als bereits physiologische, 0,9 prozentige isotonische Kochsalzlösung zu kaufen. Man kann sie aber auch selbst herstellen, indem man 1 Liter Wasser mit 9 g Salz drei Minuten lang kocht und anschließend abkühlen lässt. Auf 100 ml Kochsalzlösung kommen dann 20 Tropfen Calendula-Urtinktur.

Calendula-Urtinktur selbst herstellen

Dazu braucht man 10 g möglichst frisch geerntete Ringelblumenblüten. Sie werden mit 100 ml 70prozentigem Äthanol vermischt und sollen dann 14 Tage lang lichtgeschützt ziehen. Während dieser Zeit muss die Mischung immer wieder geschüttelt werden. Am Ende alles durch ein Sieb oder ein Tuch abseihen und die Restflüssigkeit aus dem Blütenrückstand heraus drücken. Die Tinktur muss auch anschließend lichtgeschützt aufbewahrt werden, dafür eignen sich vor allem dunkle Glasflaschen. Auch Calendula-Lösung sollte kühl und lichtgeschützt aufbewahrt und möglichst innerhalb einer Woche verbraucht werden.

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