Therapieren mit Blutegeln

Blutegel können zahlreiche Symptome bei Mensch und Tier lindern. Die Tierheilpraktikerin und „Doc & Co.“-Expertin Petra Sonnenberg zeigt im Video, wie es funktioniert.

Hundepfote und Tierarzt

Heilen mit Blutegeln hat eine lange Tradition: Die Babylonier setzten die kleinen Sauger bereits vor rund 2.500 Jahren ein. Menschen helfen die Blutsauger unter anderem bei Krämpfen, Migräne, Zerrungen, oder bei Arthrose. Doch auch Tiere können von den gesundheitsfördernden Wirkungen profitieren – die Würmer kommen vor allem in der Schmerztherapie zum Einsatz.

Was sind eigentlich Blutegel?

Blutegel ernähren sich vom Blut der Tiere, an die sie sich setzen. Sie leben nur in sehr sauberem Wasser und ernähren sich normalerweise vom Blut von Fröschen oder Fischen. Sie haben drei Kiefer mit ca. 80 Kalkzähnchen, die sie bei der medizinischen Anwendung in die Haut des Patienten bohren. Während sie dem „Wirt“ das Blut absaugen, sondern sie ein Sekret ab, das dreizehn Substanzen enthält. Diese haben unter anderem gerinnungshemmende, antithrombotische und zirkulationsfördernde Wirkung.

Wann werden Blutegel eingesetzt?

Pferde finden durch die Blutegeltherapie z. B. bei Arthrose, Spat, Rehe oder Satteldruck Entlastung. Bei Hunden können die Würmer z. B. die Heilung von Hüftdysplasien, Quetschungen, Augenerkrankungen oder Kreuzbandrissen unterstützen. Im Gegensatz zur Akupunktur, die bei diesen Erkrankungen oft alternativ eingesetzt wird, tritt die heilende Wirkung von Blutegeln sofort ein. Zu beachten ist lediglich, dass die Patienten nicht zu schwach sind und den Blutverlust gut verkraften.

TIER.TV


Alle ArtikelAlle Artikel von