Andalusier

Gut zu wissen: Eigentlich ist der Begriff „Andalusier“ für die spanische Pferderasse ungenau: 1912 wurde der Name für die beeindruckenden Pferde in „Pura Raza Española“ geändert – Pferd reiner spanischer Herkunft. Diese Pferde können aus Andalusien stammen, müssen es aber nicht. Gleichwohl befindet sich auch heute noch das Hauptzuchtgebiet dort, in Jerez und Cordoba. Im Mittelalter bedeutete der Besitz eines Andalusiers Macht und Ehre, an Kaiserhöfen und Adelspalästen gehörte ein spanisches Pferd zur Grundausstattung. Auch bei der Zucht wurde die Pura Raza Española zum Veredeln eingesetzt, der Lippizaner ist direkter Nachkomme des Andalusiers. Als Napoleon Spanien eroberte, wollte er größere Pferde in die Pura Raza Española einkreuzen, jedoch weigerten sich die andalusischen Karthäusermönche und versteckten einige Exemplare. Nur ihrem Mut ist es zu verdanken, dass die Andalusier auch heute noch durch ihre Anmut verzaubern.

Das besondere: Spanien legt größtes Augenmerk auf die ordnungsgemäße Zucht der Andalusier. Das Zuchtbuch wird sogar vom Verteidigungsministerium verwaltet.

Das gehört dazu: Reiter, die mit ihrem Pferd die Hohe Schule anvisieren.

Patronat:Die Zucht ist mehr als 2.000 Jahre alt, der römische Kaiser Caligula (12 - 41) und Richard Löwenherz (1157 - 1199) waren stolze Besitzer spanischer Pferde. Bis heute werden die Pferde von kleinen Privatzüchtern gehalten - ca. 3.500 gibt es momentan in Südspanien.
Widerrist:155.0 - 162.0 cm
Charakter:elegant, stark, stolz
Eignung:Rennpferd bis zur Hohen Schule
Farbe:Braune, Falben, Füchse, Rappen, Schimmel (häufig)

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