Ardenner

Gut zu wissen: Bereits Cäsar (100 – 44 v. Chr.) war von den massiven Ardennern beeindruckt, als er Gallien (heute Frankreich) in den Jahren 58 – 51 v. Chr. eroberte. Die mächtigen Kaltblüter, die vom prähistorischen Solutré-Pferd abstammen, waren und sind bisweilen noch treue Helfer der Bauern und Händler. Ihre Zugkraft ist gewaltig, deshalb werden sie weiterhin dort eingesetzt, wo Traktoren schlecht hinkommen oder schlicht nicht rentabel sind. Gleichzeitig wurde der brave, leichtfuttrige Kaltblüter in vielen Kriegen genutzt: Ritter trug der Ardenner anstandslos samt Rüstung, Kanonen wurden gezogen, später auch Zugwagen. Napoleon soll die Rasse hoch gelobt haben („unermüdlich, unverwüstlich“), als er im Winter 1812 den Feldzug nach Russland führte. Heutzutage treten drei Schläge des Ardenner auf: der kleine Typ, der Trait du Nord aus Lothringen und der Auxois aus dem Burgund.

Das besondere: Ardenner wiegen üblicherweise zwischen 800 und 1.000 kg, Mastpferde können noch viel mehr auf die Waage bringen.

Das gehört dazu: Reiter, die ein gutmütiges, starkes Pferd suchen, das sie auch vor einen Wagen spannen können.

Patronat:Eine der ältesten Pferderassen Frankreichs, als Zug- und Kriegspferd seit über 2000 Jahren im Einsatz.
Widerrist:155.0 - 162.0 cm
Charakter:ausdauernd, belastbar, zuverlässig
Eignung:Freizeitpferd, Zugpferd
Farbe:Braune, Falben, Füchse (selten), Schimmel (häufig)

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