Boxer

Gut zu wissen: Bevor die Erfindung des Gewehrs dafür sorgte, dass Sau oder Bär recht einfach zur Strecke gebracht wurden, übernahm der Boxer diese Aufgabe. Mit vorstehendem Unterkiefer verbiss er sich, der Jäger konnte dann in aller Ruhe den Rest besorgen. Auch beim allseits beliebten Bullenbeißen wurden Boxer eingesetzt – bis zum endgültigen Verbot dieser Kämpfe im 18. Jahrhundert. Fortan begleitete der manchmal mürrisch wirkende Boxer die Viehtreiber und Metzger.

Schließlich wurde 1895 in Deutschland der Boxer-Klub e.V. gegründet – der Aufstieg zu einer der beliebtesten Hunderassen konnte beginnen. Dass der kurzhaarige Kerl meist auf große Begeisterung stößt, überrascht nicht – seine vielseitige Mimik stellt selbst erfahrene Schauspieler in den Schatten. Jede Gefühlsregung ist in seinem ausdrucksstarken Gesicht nachzulesen, wobei viele Besitzer betonen, dass der Boxer auch gerne nur so tut als ob – ein echter Showman eben.

Das besondere: 2006 wurde das komplette Genom eines Boxers am Institute for Genomic Research im US-amerikanischen Rockville aufgenommen.

Das gehört dazu: Leute, die einen ausgeglichenen Hund mit dem speziellen Blick suchen.

Tipps: Der Boxer ist sehr pflegeleicht. Er braucht eine verständnisvolle und konsequente Erziehung. Dabei lässt seine Intelligenz jedoch nicht jede Übung zu – er kann manchmal ein rechter Dickkopf sein. Ein Blick in die tiefen Augen sorgt jedoch schnell dafür, dass beide Seiten sich wieder „verstehen“. Boxer können bei zu großer Hitze oder Kälte Probleme bekommen.

Erziehungsaufwand:
Familientauglichkeit:
Pflegeintensität:
Größenklasse:
Bewegungsintensität:
FCI-Klassifikation:144, Gr. 2, Sek. 2
Alternativnamen:Deutscher Boxer, Bierboxer
Widerrist:53 - 63 cm
Charakter:freundlich, gutmütig, stark
Eignung:Familienhund, Wachhund
Farbe:gelb und gestromt mit und ohne weiße Abzeichen
Gewicht:25 - 30 kg
Lebenserwartung:12 Jahre
Nicht zu verwechseln mit:Boerboel

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