Kanaan Hund

Gut zu wissen: Kanaanhunde (Canaan Dog) gehören zu den unabhängig vom Menschen lebenden Pariahunden, die im afrikanisch-arabischen Raum leben. Ähnlich wie die Laika-Rassen besitzen sie ein hohes Maß an Selbstständigkeit. Hitze, Kälte oder Infektionskrankheiten beuteln sie üblicherweise nicht. Die Hundeforscherin Dr. Rudolphina Menze hatte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die Rasse von wildlebenden Pariahunden rückdomestiziert. Kanaans sind besondere Tiere, die eine von Anfang an konsequente, verständnisvolle Erziehung benötigen. Die Beziehung zu Menschen (wobei sie Fremden eher abweisend/abwartend gegenüberstehen) ist für sie eine Partnerschaft – beide Seiten geben und nehmen. Vertrauen muss erworben werden.

Das besondere: In Israel ist der Kanaanhund der Nationalhund – auch wenn im Jahr 2008 laut einer Umfrage der Deutsche Schäferhund als „israelischster Hund“ ermittelt wurde.
In den letzten Jahren gab es in Deutschland nur zwei Würfe,  beide stammen von der Hündin Berish, deren Besitzer uns freundlicherweise das Foto zur Verfügung gestellt hat (www.canaanoasis.de) .

Das gehört dazu: Leute, die einfühlsam und erfahren mit einem besonderen Hund umgehen können.

Tipps: Pflegeleicht, üblicherweise putzen sie sich selbst (wie Katzen), einmal pro Woche bürsten. Tägliches Bürsten nur beim zweimal im Jahr stattfinden Fellwechsel. Konsequente, liebevolle Erziehung so früh wie möglich. Wechsel der Orte oder Bezugspersonen besser vermeiden. Viel Bewegung und anspruchsvolle Aufgaben bitte!

Erziehungsaufwand:
Familientauglichkeit:
Pflegeintensität:
Größenklasse:
Bewegungsintensität:
Patronat:keine Information
FCI-Klassifikation:273, Gr. 5, Sek. 6
Alternativnamen:keine
Widerrist:50 - 60 cm
Charakter:intelligent, sensibel, unabhängig
Eignung:Begleithund, Familienhund
Farbe:alle außer grau, black and tan und dreifarbig, gestromt
Gewicht:18 - 25 kg
Lebenserwartung:13 Jahre
Nicht zu verwechseln mit:Korea Jindo Dog

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