Keeshond

Gut zu wissen: Auch Hunde können politisch sein: Cornelis de Gyzelar war um 1781 Anführer der holländischen Volkspartei, die gegen die konservative Oranierpartei kämpfte. Sein Spitzname war Kees, und da er seinen Wolfsspitz stets bei sich hatte, wurde dieser so zum Symbol der Partei – und schnell „Keeshond“ genannt. Die Oranier hatten sich unterdessen den Mops als Maskottchen ausgesucht. Der Wolfsspitz oder Keeshond zeigt auch heute noch sein unbestechliches Wesen und ist als Wachhund mit großem Schutztrieb sehr beliebt. Der intelligente Spitz mag keinen Drill und bevorzugt den Aufenthalt im Freien. Da er eine geringe Neigung zum Wildern aufweist, wird er immer wieder von Jägern in wildreichen Gebieten gehalten. Dabei verteidigt er sein Revier unerbittlich. Ein treuer Kerl, der in der jüngsten Zeit sogar als Blindenhund eingesetzt wird.

Das besondere: Der Keeshond war der Lieblingshund der englischen Könige Georg III. (1738 – 1820) und Georg IV. (1762 – 1830)!

Das gehört dazu: Leute, die einen besonderen Wachhund für ihr Anwesen suchen.

Tipps: Junge Keeshonds gelten als pflegeaufwendig, ältere Tiere müssen nur noch regelmäßig gebürstet werden, damit das weiche Fell nicht verfilzt. Seine Bereitschaft, sich unterzuordnen, ist gering. Deshalb braucht er eine geduldige, konsequente Erziehung.

Erziehungsaufwand:
Familientauglichkeit:
Pflegeintensität:
Größenklasse:
Bewegungsintensität:
FCI-Klassifikation: 97, Gr. 5, Sek. 4
Alternativnamen:Barkenspitz, Wolfsspitz
Widerrist:43.0 - 55.0 cm
Charakter:eigenwillig, intelligent, stolz
Eignung:Familienhund, Wachhund
Farbe:alle Farbkombinationen außer ganz weiß und leberfarben
Gewicht:bis 25.0 kg
Lebenserwartung:15 Jahre
Nicht zu verwechseln mit:Eurasier,Verfärbter Samojede

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