EU-Heimtierausweis – ein wichtiges Dokument

Seit 2004 gibt es innerhalb der EU eine Ausweispflicht für Tiere, ab dem 3. Juli 2011 besteht außerdem die Chippflicht. Wer mit Bello und Mieze verreisen möchte, sollte sich deshalb rechtzeitig um den EU-Heimtierausweis und die Einsetzung eines Transponders kümmern.

Wer braucht ihn?

Nicht nur Hunde benötigen den EU-Heimtierausweis, auch für Katzen und Frettchen müssen Halter ein solches Dokument vorweisen, wollen sie mit dem Tier verreisen.

Wer stellt ihn aus?

Der EU-Heimtierausweis kann nur vom Tierarzt ausgestellt werden. Denn nur wenn alle nötigen Grunduntersuchungen vorgenommen und alle Impfungen vorhanden sind, gibt es den Pass. Der Tierarzt kennt die Vorschriften. Beispielsweise darf die Tollwutimpfung bei Grenzübertritt nicht länger als zwölf Monate zurückliegen, muss aber mindestens 30 Tage vor Reiseantritt durchgeführt werden.

Was ist bei Hunden zu beachten?

Damit der Hund mit ins Ausland darf, muss er eine Art eigenen Personalausweis haben. Das heißt, dass der Hund gechipt oder tätowiert und registriert sein muss. Anhand der Daten ist sofort erkennbar, wohin der Hund gehört. Denn die Nummer im Chip ist mit der im EU-Heimtierausweis identisch. Wie im TIER.TV-Video gezeigt, ist die Einsetzung des Transponders lediglich ein kleiner, schmerzfreier Eingriff für das Tier.

Was passiert ohne EU-Heimtierpass?

Wer ohne den erforderlichen Pass an der Grenze erwischt wird, muss mit Problemen rechnen. So kann das Tier auf Kosten des Halters ins Heimatland zurück geschickt werden oder für bis zu sechs Monate in Quarantäne kommen. Im Ernstfall kann sogar verfügt werden, dass das Tier getötet wird. Wie im einzelnen verfahren wird, entscheidet das Reiseland.

Wie viel kostet der Pass?

Einen Pauschalbetrag gibt es beim EU-Heimtierausweis nicht. Die Kosten hängen immer davon ab, welche Untersuchungen der Tierarzt durchführen muss, damit er den Pass ausstellen darf. Ist z. B. schon eine Tollwutimpfung vorhanden? Muss das Tier noch gechipt werden? Zu den ärztlichen Untersuchungen kommt dann noch die Gebühr für die Ausstellung des Dokumentes.

Ausnahmen und Sonderregeln

Bei Reisen nach Irland, Schweden, Malta und nach Großbritannien gelten zusätzliche Einreisebestimmungen. Hier müssen beispielsweise noch Bluttests durchgeführt werden und das Tier muss auf Zecken und Bandwürmer behandelt sein. In einigen Ländern müssen neben den Einreisebestimmungen auch vor Ort Regeln befolgt werden – in Spanien und Italien herrscht z. B. Leinen- und Maulkorbpflicht. Der EU-Heimtierpass gilt aber auch in Nicht-EU-Ländern wie Norwegen, Kroatien oder in der Schweiz.

TIER.TV


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