Flöhe beim Hund

Klein aber gemein – der Floh

Klein aber gemein – der Floh © Flickr

Flöhe sind lästig, hartnäckig und können krank machen. Juckende Hautstellen beim Hund oder Floheier auf dem Teppich sind oft nur der Anfang der Flohplage. Aber: Mit dem richtigen Schutz haben Flöhe bei Hund und Katzen keine Chance.

erklärt, warum Flöhe echte Überlebenskünstler sind.

Diagnose Flohbefall

Flöhe? Nein, mein Tier hat keine Flöhe! Die meisten Tierbesitzer sind schockiert über diese unerfreuliche Diagnose des Tierarztes. Doch die Parasiten sind gar nicht so selten. Etwa 80 Prozent der tierischen Patienten mit Hautproblemen haben Flöhe. Ein Befall durch die kleinen Plagegeister ist jedoch nicht zwangsläufig auf mangelnde Hygiene zurückzuführen. Vielmehr haben sich die Überlebenschancen des Katzen- und Hundeflohs im Gegensatz zu früher erheblich verbessert. Ideale Vermehrungsbedingungen bieten zum Beispiel Teppichböden und beheizte Räume.

Wissenswertes über Flöhe

Flöhe sind etwa 1 bis 2 mm lang, bräunlich und besitzen einen äußerst harten Panzer. Man erkennt sie sehr gut an ihrem abgeflachten Körper. Ihre kräftigen Hinterbeine ermöglichen ihnen Sprünge von bis zu 35 Zentimetern. Auf der Suche nach Nahrung hebt der Floh mit mehrfacher Erdbeschleunigung ab und hofft, sich mit seinen Krallen im Fell des Tieres verfangen zu können. Neben dem Hundefloh gibt es auch Menschen-, Katzen-, Ratten- und Hühnerflöhe. Der am meisten verbreitete Floh in Deutschland ist jedoch der Katzenfloh.

Hilfe, es juckt!

Flöhe sind Parasiten, die sich vom Blut ihres Wirtes ernähren. Ein Flohstich fällt meist dann auf, wenn die Hautstelle stark zu jucken beginnt. Der Speichel der Flöhe und eventuell vorhandene Bakterien lösen den Juckreiz aus. Auch Menschen können von den Blutsaugern befallen werden. Den typischen Flohstich erkennt man daran, dass mehrere Stiche dicht nebeneinander liegen. Dies wird auch als „Flohstraße“ bezeichnet.

Lebenszyklus des Flohs

Die Entwicklung eines Flohs ist relativ kompliziert: vom Ei über drei Larven und einem Puppenstadium bis hin zum erwachsenen Floh. Der Entwicklungszyklus in der Wohnung dauert ungefähr drei bis vier Wochen. Ein erwachsener Floh kann mehrere Monate leben, maximal bis zu eineinhalb Jahren.

Die Flohweibchen legen bis zu 40 Eier pro Tag ab, die perlmuttweiß und nicht klebrig sind. Daher fallen sie leicht aus dem Fell des Tieres und verteilen sich in der Wohnung. Nach zwei bis fünf Tagen entwickeln sich aus den Eiern die Larven. Sie ernähren sich von Krümeln, Hautschuppen und dem sogenannten „Flohkot“, dem unverdauten und ausgeschiedenen Blut des erwachsenen Flohs. Da sie Hitze meiden, suchen sich die Larven einen lichtgeschützten Ort. Meist bohren sie sich in Teppiche oder andere Lagerstätten. Im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung verpuppen sich die Tiere. Dazu spinnen sie sich einen Kokon, der sie vor Umwelteinflüssen schützt.

Die Dauer des Puppenstadiums reicht von ein paar Tagen bis zu mehreren Monaten. Befindet sich kein geeigneter Wirt in der Nähe, kann das Puppenstadium bis zu sechs Monaten oder länger anhalten. Schlupfreize für die Flöhe sind Erschütterungen des Bodens durch das Herannahen eines Wirtes, die Körperwärme oder das Kohlenstoffdioxid der Atemluft.

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