Häschen in der Grube sitzen lassen!

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Dieser wenige Tage alte Feldhase muss von qualifizierten Fachkräften versorgt werden. Foto: HTV

Feldhasen geraten schon Anfang des Jahres in Paarungsstimmung. Und da der Winter recht mild war und die wärmenden Sonnenstrahlen schon ihre Kraft entfalten, ist in diesen Tagen mit dem ersten Nachwuchs zu rechnen. Das ist nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge!

Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) appelliert an alle besorgten Spaziergänger, vermeintlich hilflose Junghasen nicht mitzunehmen. „Die kleinen Fellknäuel sind zwar einzeln auf Wiesen zu entdecken, aber so dicht behaart, dass sie auch bei Schnee nicht frieren“, sagt Manfred Graff, 1. Vorsitzender des HTV. Sie warten den halben Tag auf ihre Mutter, die sie nur morgens und abends in der Dämmerung säugt. Einen schützenden Bau gibt es nicht. Dieser ist auch nicht nötig, da die kleinen Hasen für Fressfeinde quasi unsichtbar sind: Keine Bewegung, kein Laut und kein Geruch verraten sie. Hasen ducken sich vielmehr in eine Kuhle, Sasse genannt.

Der überwiegende Teil der gefundenen Junghasen benötigt keine menschliche Hilfe. Auch wenn Menschen sie bereits angefasst haben, ist dies für die Elterntiere kein Grund, sich von ihrem Nachwuchs ab- zuwenden.

„Hasen können sogar noch am Folgetag an den Fundort zurückgebracht werden“, weiß der HTV-Vorsitzende und empfiehlt, bevor man aktiv wird, fachkundigen Rat oder Unterstützung über den HTV einzuholen.

Die Tierrettungsnummer 040 222277 ist rund um die Uhr zu erreichen.

Ist ein Junghase eindeutig nicht in der Lage, allein zu überleben, ist Hilfe richtig. So zum Beispiel bei einer offensichtlichen Verletzung. Allerdings sollten sich gerade bei Hasen keinesfalls Laien daran ver- suchen, ein empfindliches Jungtier zu päppeln oder ein offensichtlich krankes Tier zu behalten. Im Tierheim des HTV in der Süderstraße behandeln Tierärzte verwaiste Wildtiere, gut ausgebildete Tierpfleger ziehen sie fachgerecht groß und versorgen sie bis zur Auswilderung.

Der HTV unterhält die größte Wildtierstation Norddeutschlands. Für diese Arbeit erhält der Tierschutzverein kein Geld aus öffentlicher Hand, sondern kommt für alle Kosten selbst auf. Er ist daher dringend auf Spenden angewiesen.

Das Spendenkonto lautet:
BIC = DE03200505501286222888 bei der Hamburger Sparkasse,
IBAN = HASPADEHHXXX, Stichwort: „Wildtiere“.

Kontakt:
Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Dipl.-Biologe Sven Fraaß
Süderstraße 399
20357 Hamburg
Tel.: 040 211106-34
E-Mail: fraass@hamburger-tierschutz.de
www.hamburger-tierschutzverein.de

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